SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    1316
    Abonnieren

    Die indische Regierung wird laut der Finanzministerin des Landes, Nirmala Sitaraman, Privatunternehmen erlauben, in alle Wirtschaftssektoren zu investieren –  darunter auch in diejenigen, die vorher nur staatlichen Unternehmen vorbehalten waren.

    „Das neue Programm ‚Selbständiges Indien’ wird sich auf die neue Politik der Unternehmen des staatlichen Sektors stützen. In strategischen Sektoren wird mindestens ein Unternehmen unter staatlicher Kontrolle bleiben, der private Sektor wird aber auch zugelassen“, sagte die Finanzministerin am Sonntag.

    Nach Informationen des Pressedienstes der indischen Regierung werden alle Unternehmen des öffentlichen Sektors in den anderen (nicht strategischen) Sektoren privatisiert.

    Der indische Premierminister Narendra Modi hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass die Behörden des Landes 20 Billionen Rupien (ca. 265 Milliarden US-Dollar) zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise bereitstellen würden.

    Zuvor hatte Sitamaran von Maßnahmen zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen, Nichtbanken- und Mikrofinanzorganisationen sowie der Arbeitnehmer, Armen, Immobilien und Landwirtschaft gesprochen.

    Treibt Corona-Krise den Aufstieg Indiens voran?

    Manche glauben, dass Indien nach der Corona-Pandemie zum neuen „Glückspilz“ aufsteigen könne. Dieser Auffassung ist beispielsweise der Leiter des inzwischen einflussreichen Nationalen Instituts für die Transformation Indiens, Rajiv Kumar. Dabei scheinen seine Überlegungen durchaus logisch zu sein.

    Erstens kämpft  Indien Kumar zufolge sehr effizient gegen die Covid-19-Pandemie, wobei es die Aktivitäten von 18 Prozent der Bevölkerung auf Eis gelegt – dafür aber die höchste Einschätzung von internationalen Experten in Oxford bekommen hat.

    Zweitens habe sich China gerade nach 2009 als größte „Produktionsstätte“ der Welt etabliert, indem es globale Liefernetze eingerichtet habe, und Indien könnte ähnlich zum globalen Spitzenreiter im Dienstleistungsbereich aufsteigen, so Kumar weiter.

    Drittens verfügen die Inder über eine einmalige Ressource: Sie sprechen Englisch und sind verhältnismäßig jung (die Zahl der jungen Menschen wird auf 700 Millionen geschätzt). Weitere Dutzende Millionen Inder (jung, englischsprachig, ausgebildet) leben in anderen Ländern.
    sm/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Für Menschen lebensbedrohlich: Hasenpest breitet sich weiter aus
    200 Corona-Tote obduziert: Rechtsmediziner plädiert gegen Einschüchterung mit „Killervirus“
    „Weiterhin treu zum russischen Markt stehen“: Logistikunternehmen Kühne+Nagel gedeiht in Russland
    Tags:
    Wirtschaft, Coronavirus, Indien