16:13 05 August 2020
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    Die Preise für Futures-Kontrakte auf Brent-Rohöl zur Lieferung im Juli 2020 sind nach Handelsdaten auf den höchsten Stand seit 13. April gestiegen. 

     Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg auf ein fünf-Wochen-Hoch in der Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Nachfrage. Die Brent-Rohöl-Futures festigten sich um 96 Cent auf 33,46 Dollar pro Barrel, während das US-Rohöl der Sorte WTI um 98 Cent auf 30,41 Dollar stieg.

    Opec+-Vereinbarung

    Die im Verbund Opec+ vereinigten Ölproduzenten hatten sich am 12. April auf eine Drosselung der Ölproduktion um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) im Mai und Juni geeinigt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 soll eine weitere Ölförderkürzung um 7,7 Millionen Barrel pro Tag erfolgen. Bis zum Ende April 2022 soll die Erdölförderung um weitere 5,8 Millionen Barrel pro Tag reduziert werden. Mexiko konnte spezielle Bedingungen aushandeln und blieb bei seinem Angebot, 100.000 Barrel aus der Produktion zu nehmen. Die weiteren geforderten 300.000 Barrel pro Tag sollen die USA „ausgleichen“.

    Für Russland und Saudi-Arabien soll als Ausgangsbasis der Wert von elf Millionen Barrel pro Tag gelten. Für alle anderen Länder wurden ihre Fördervolumen von Oktober 2018 zum Ausgangspunkt gewählt.

    Dem Abkommen der Ölförderer ging ein starker Einbruch der Ölpreise Anfang März vor dem Hintergrund eines deutlichen coronabedingten Nachfragerückgangs sowie des Zusammenbruchs des vorherigen Opec+-Deals voraus.

    pd/sb

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    Tags:
    Ölpreise, Brent, Erdöl, Öl