04:50 30 September 2020
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    Der ostdeutsche Flughafen Leipzig/Halle kann mitten in der Corona-Krise sein Frachtaufkommen erhöhen. Das meldet aktuell die Betreibergesellschaft laut regionalen Medienberichten. Demnach ist der Umschlag im Vergleich zum Vormonat um sieben Prozent gewachsen.

    Die russische Airline „Aeroflot“ sorgt durch Charter-Flüge weiterhin für Betrieb am Standort.

    Der Flughafen Leipzig/Halle hat in der Krise um das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 sein Frachtaufkommen erhöht. Wie die „Mitteldeutsche Flughafen AG“ Anfang der Woche mitteilte, stieg der Umschlag im Bereich der Fracht um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 107.671 Tonnen im April. 

    Den Angaben zufolge wurden in den Monaten Januar bis April fast 405.000 Tonnen Fracht an dem Standort in Ostdeutschland umgeschlagen. Dieser Wert sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozent gestiegen.

    „Flughafen behauptet sich gegen Krisen-Trend“ – Medien

    „Der Airport Leipzig/Halle hat sich inmitten der Corona-Krise damit erneut gegenüber dem bundesweiten Trend behauptet“, berichtete die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) am Dienstag. Im bundesweiten Schnitt habe die Cargo-Tonnage im März zuletzt bei minus 11,7 Prozent gelegen.

    Dieses doch überraschende Wachstum führt das Unternehmen laut Angaben der Nachrichtenagentur DPA auf das höhere Frachtaufkommen der Post-Tochter „DHL“ zurück, die mit ihrem europäischen Drehkreuz in Leipzig/Halle ansässig ist. Hinzu kämen am mitteldeutschen Standort zusätzliche Charterflüge etwa durch die russische Fluglinie „Aeroflot“ oder durch „Vietnam Airlines“.

    „Sieben Prozent mehr Fracht als im Vorjahr wurden im April am Flughafen Leipzig/Halle umgeschlagen“, meldete am Montag das Online-Fachmagazin „Airliners.de“. 

    „Neben mehr Aufkommen beim Platzhirsch DHL sind vor allem Charterflüge in der Corona-Krise beliebt.“

    Charter-Flüge und Piloten „in Sorge“ um Jobs

    „Mitten in der Corona-Krise stieg das Frachtcharter-Aufkommen im April um 25,6 Prozent“, so die MZ. Viele Frachtflüge würden mittlerweile auch mit Passagier-Maschinen durchgeführt, da diese derzeit kaum Auslastung haben.

    Der „MDR“ berichtet aktuell allerdings auch über die beruflichen Sorgen der Piloten. Diese seien mehr als „berechtigt. Denn schon in den letzten Wochen sind immer wieder Fluglinien infolge der Corona-Krise Pleite gegangen und mussten ihre Besatzungen entlassen. Eine schnelle Besserung der Lage ist auch nicht in Sicht. Die meisten Airlines gehen mittlerweile davon aus, dass sich der Flugverkehr erst in einigen Jahren wieder normalisieren wird.“

    Auch am Airport Leipzig/Halle gehe „die aktuelle Krise nicht spurlos vorüber. Schon seit Wochen hat sich kaum ein Fluggast an den größten mitteldeutschen Flughafen verirrt. Während kaum noch ein Passagierflugzeug unterwegs ist, brummt hingegen das Luftfrachtgeschäft.“ Zum Einsatz kämen dabei auch Flugzeuge vom Typ „Boeing 777 Freighter“, eines der modernsten und größten Frachtflugzeuge weltweit überhaupt.

    Riesige Antonows starten in Leipzig

    Der Flughafen Leipzig/Halle liegt zwischen den ostdeutschen Großstädten Leipzig und Halle (Saale) im dortigen Ballungsraum auf dem Gebiet der Stadt Schkeuditz im Bundesland Sachsen. Die zuständige Betreibergesellschaft ist die Mitteldeutsche Flughafen AG. Diese zählte im Jahr 2019 rund 2,6 Millionen Passagiere und Fluggäste. 

    Seit der Wende wurde der Airport in mehreren Schritten modernisiert, aus- und umgebaut. Der Flughafen wird laut Angaben der Nato seit fast 15 Jahren auch für militärische Zwecke genutzt. Immer wieder landen und starten dort auch riesige Flugzeuge wie die Antonow-225.

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    Tags:
    Coronavirus, Aeroflot, Leipzig, Halle, Flughafen