23:45 26 Oktober 2020
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    Der Vorsitzende der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, Michael O’Leary, hat sich am Dienstag gegen das Hilfspaket für Lufthansa ausgesprochen. Den Worten des Geschäftsmannes zufolge wird die Hilfe der deutschen Airline den „Verkauf zu niedrigen Preisen“ ermöglichen.

    Michael O’Leary hat demnach vor, das „gesetzwidrige“ Rettungspaket für Lufthansa vor Gericht anzufechten. Er ist überzeugt: Die Lufthansa und die deutsche Regierung haben das Hilfspaket in Höhe von rund neun Milliarden Euro verhandelt. 

    „Ryanair wird Berufung gegen dieses letzte Beispiel der illegalen Hilfe für Lufthansa einlegen, die die Konkurrenz stark beeinträchtigen wird“, kommentiert Michael O’Leary. 

    Hilfspaket für Lufthansa 

    Die Bundesregierung und Lufthansa verhandeln seit Wochen über Staatshilfen für die Airline. Die Lufthansa war in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten. Der Fluggesellschaft droht das Geld auszugehen. Das Virus mit den folgenden Reisebeschränkungen hatte den globalen Flugverkehr, ausgenommen der Frachtverkehr, nahezu zum Erliegen gebracht. Im Lufthansa-Konzern mit rund 138.000 Beschäftigten stehen Zehntausende Arbeitsplätze auf der Kippe. 

    Der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) hatte am Montag dem Paket zugestimmt. Die Bundesregierung hatte diesen Fonds eingerichtet, um im Notfall an großen und wichtigen Unternehmen teilnehmen zu können. Man sei „außerordentlich dankbar“, erklärte der Lufthansa-Verhandlungsführer und Personalvorstand Michael Niggemann.

    ao/mt

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    Tags:
    Coronavirus, Fluggesellschaft, Ryanair, Lufthansa, Hilfspaket