02:09 26 November 2020
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    Die Europäische Kommission hat am Freitag eine Finanzhilfe für die Ukraine in Höhe von 500 Millionen Euro genehmigt. Laut der offiziellen Erklärung soll die finanzielle Förderung dem Land bei der Überwindung der wirtschaftlichen Corona-Krise helfen. Künftig wolle Europa zusätzlich 1,2 Milliarden Euro bereitstellen.

    Die Finanzförderung kommt demnach im Rahmen des vierten Makrofinanzhilfeprogramms (MFA) für die Ukraine zustande. Dies soll das größte MFA-Darlehen sein, das die Europäische Union jemals gegeben hatte. 

    Dem Wirtschaftskomissar Paolo Gentiloni zufolge zeuge dieses Darlehen von dem europäischen Anliegen, die Ukraine und ihr Volk zu unterstützen. Laut seinen Worten werde die EU dem Staat auch weitere Soforthilfe leisten. 

    „Diese Krise kennt keine Grenzen – doch die europäische Solidarität endet auch nicht an den Grenzen der Europäischen Union“, so Gentiloni. 

    Überdies wird die Europäische Kommission der Ukraine zusätzliche MFA-Darlehen zur Verfügung stellen. Der im Rahmen des MFA für die Ukraine zuständige Exekutiv-Vizepräsident Valdis Dombrovskis sagt, die Ukraine stehe immer noch auf der europäischen Tagesordnung. Die EU werde das Land „in politischer, finanzieller und technischer Hinsicht“ fördern: 

    „Zur Unterstützung unserer Nachbarn bei der Bewältigung der Folgen dieser Pandemie werden wir der Ukraine zudem als Soforthilfe weitere MFA-Mittel von 1,2 Mrd. Euro bereitstellen“. 

    Das Makrofinanzhilfeprogramm (MFA)

    Die Makrofinanzhilfe (MFA) ist Bestandteil des umfassenderen Engagements der EU gegenüber benachbarten Ländern und dient als Krisenbewältigungsinstrument für Ausnahmesituationen. Sie steht Ländern zur Verfügung, die an die EU angrenzen und mit Zahlungsbilanzschwierigkeiten konfrontiert sind.

    ao/mt

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    Tags:
    Valdis Dombrovskis, Paolo Gentiloni, Finanzhilfe, Europäische Union, Europäische Kommission, Ukraine