23:21 11 Juli 2020
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    Die Bundesregierung will die Grundlage für einen stärkeren Ausbau der Windkraft in Nord- und Ostsee schaffen. Zu diesem Zweck will das Kabinett am Mittwoch einen Entwurf für Gesetzesänderungen beschließen. Laut dem Klimaschutzprogramm der Koalition soll das Ausbauziel von 15 Gigawatt auf 20 Gigawatt Leistung bis zum Jahr 2030 angehoben werden.

    Bis 2040 sind 40 Gigawatt geplant. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Es geht um eine langfristige Planung und einen verlässlichen Ausbau der Windenergie auf See. Diese spielt eine wichtige Rolle beim Ökostrom-Ausbau.

    Um die neuen Ziele zu erreichen, sind Verbesserungen geplant, etwa bei der Ausschreibung von Flächen sowie bei Zulassungsverfahren. Die Nutzung des auf See erzeugten Stroms erfordere die rechtzeitige Fertigstellung der zur Weiterleitung des Stroms erforderlichen Infrastruktur, heißt es.

    In einem Brief von Unternehmen an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird das geplante sogenannte Auktionsdesign kritisiert. In dem der dpa vorliegenden Schreiben wird davor gewarnt, dass sogenannte Stromgestehungskosten unnötig steigen könnten. Dies sei ein grundlegend falsches Signal, wird unterstrichen. Es gehe um die Versorgung der Industrie mit international wettbewerbsfähigem Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

    Der Bund und die Küstenländer sowie die Übertragungsnetzbetreiber hatten vor kurzem eine Vereinbarung zum Ausbau der Windkraft auf See erzielt. Demnach sollen erforderliche Planungs- und Genehmigungsschritte sowie der Bau von Anbindungsleitungen und Offshore-Windparks aufeinander abgestimmt werden.

    Laut dem diesbezüglichen Entwurf des Wirtschaftsministeriums soll die Nutzung der Windenergie auf See unter Berücksichtigung des Naturschutzes, der Schifffahrt und der Offshore-Anbindungsleitungen ausgebaut werden. Die Umsetzung der Ziele stelle alle Beteiligten aber auch vor große Herausforderungen. Die verschiedenen Prozesse müssten gut miteinander verzahnt werden, heißt es.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    dpa, Bundesregierung, Deutschland