23:53 11 Juli 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    118
    Abonnieren

    Nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz wird ein zweiter Nachtragsetat des Bundes von circa 25 Milliarden Euro erforderlich sein, um das Konjunkturpaket zu finanzieren.

    Mit Blick auf die Kostenbelastung für den Bund im laufenden Jahr sagte Scholz am Donnerstag vor Journalisten:

    „Für den Bundeshaushalt sind das insgesamt 90 Milliarden Euro.“

    Aus dem ersten Nachtragsetat sei aber noch ein Spielraum von mehr als 60 Milliarden Euro übrig.

    „Wenn da noch 65 Milliarden nach sind, kann man sehen, dass wir eine überschaubare Dimension haben (...)“, fügte er hinzu.

    Große Koalition beschließt Konjunkturpaket

    Die Spitzen der großen Koalition hatten sich am späten Mittwochabend auf ein Konjunkturpaket für 2020 und 2021 im Umfang von 130 Milliarden Euro verständigt. Insgesamt beziffert die Koalition den Kostenanteil des Bundes am Konjunkturpaket auf etwa 120 Milliarden Euro.

    Circa 30 Milliarden davon entfallen Scholz zufolge auf 2021. Die genaue Aufteilung auf die Haushaltsjahre 2020 und 2021 soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Daraus ergibt sich die genaue Höhe des zweiten Nachtragsetats, mit dem voraussichtlich nach der Sommerpause die Neuverschuldung nochmals erhöht würde. 

    ak/mt/rtr

    Zum Thema:

    Mysteriöser Tod am Djatlow-Pass: Ermittler nennen nach 60 Jahren Ursache
    Video des Raketenstarts von Raketenkreuzer „Pjotr Weliki“ aus in Barentssee veröffentlicht
    „Hat mit Rechtsstaat und Demokratie nichts mehr zu tun“ – Juristen wollen Corona-Krise aufklären
    Tags:
    Etat, Finanzierung, Bund, Olaf Scholz, Deutschland