00:45 24 Oktober 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Von
    1544
    Abonnieren

    Während der Pandemie haben deutsche Firmen in Russland etliche soziale und karitative Projekte angestoßen. Die Unterstützung im Kampf gegen COVID-19 koordiniert die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer für ihre 900 Mitglieder. Es gibt ein „Komitee für Soziale Verantwortung“. Deutsche helfen mit Masken, Schutzausrüstungen und – Millionen Rubeln.

    Deutsche Unternehmen engagieren sich für zahlreiche soziale Projekte in Russland. Große Konzerne und mittelständische Familienunternehmen investieren nicht nur in Fabriken, sondern sind in Russland teilweise schon seit Jahrzehnten im Bereich der sozialen unternehmerischen Verantwortung tätig. Daran erinnert die neue Online-Übersicht der AHK zu Hilfen vom „Komitee für Soziale Verantwortung“: Es sind Projekte, die ihre Mitgliedsunternehmen nun in der Coronavirus-Krise ins Leben gerufen und unterstützt haben.

    „Schwachen zu helfen, liegt einfach in der DNA der deutschen Wirtschaft“, so Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der AHK. „DAX-Konzerne und Familienunternehmen orientieren sich an der Tradition der sozialen Marktwirtschaft. Deshalb engagieren sich die Deutschen auch bei der Bekämpfung von Covid-19 so stark wie wenige andere in Russland.“

    Rubel und Reifen, Arzneien und Masken

    Pharmagigant Bayer etwa spendete 10,3 Millionen Rubel für Corona-Testsysteme, Schutzausrüstung für medizinisches Personal und aus dem eigenen Sortiment mehr als 60.000 Arznei- und Pflegemittel.  

    Autohersteller wie Audi, BMW, Volkswagen und Mercedes stellten Nutzfahrzeuge für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder soziale Organisationen zur Verfügung, so die Mitteilung. Kosmetikhersteller wie Henkel oder Beiersdorf spendeten ihre Produkte an Rentner und Bedürftige, versorgen aber auch Krankenhäuser mit Hygiene-Produkten, um Ärzte zu unterstützen, die COVID-19-Patienten behandeln.

    Der Gips- und Modulhaus-Hersteller Knauf erweiterte ein Kinderhospiz in Sankt Petersburg – und die Supermarktkette Globus stellte Lebensmittel für Familien in schwierigen Lebenssituationenbereit – mehr als 200 Kilogramm.

    „Auch andere deutsche Firmen sind sehr aktiv in diesem Bereich“, so Schepp: Siemens etwa sammelt Spenden. Landmaschinenhersteller Claas spendete für das 2. Regionale Krankenhaus Krasnodar persönliche Schutzausrüstung für medizinisches Personal im Wert von insgesamt mehr als 1,5 Millionen Rubel, darunter mehr als 1.600 Gesichtsmasken und Atemschutzmasken mit Filter, 700 Overalls verschiedener Schutzklassen, 500 Schutzbrillen und mehr als 4000 Paar Überschuhe. Außerdem packte das Unternehmen Lebensmittel- und Hygiene-Pakete im Wert von mehr als 100.000 Rubel für Studenten der Staatlichen Agraruniversität Kuban, die während der Corona-Isolation weit weg von ihrem Zuhause sind.

    In Kaluga hat der Autozulieferer Continental 260 Reifen für den Fuhrpark des Regionalen Zentrums für Notfall- und Katastrophenmedizin gespendet.

    #AHKhilft

    Unter dem Motto #AHKhilft habe die AHK selbst bereits Anfang März auch ihren hundert Mitarbeitern und deren Familien von Kindern bis hin zu Großeltern 6.000 Masken kostenfrei zur Verfügung gestellt und den mehr als 900 AHK-Mitgliedsfirmen Angebote vermittelt, wo Masken und Schutzkleidung kostengünstig erworben werden könnten, so der Verband.

    Derzeit sind im russischen Markt 4.274 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung aktiv. Laut der deutschen Bundesbank betrugen die Netto-Direktinvestitionen 2018 und 2019 5,4 Milliarden Euro.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Lieber Leib und Leben von Deutschen bedrohen? Polizeigewerkschafter Wendt redet Klartext zu Dresden
    Wie die Ukraine zum Brückenkopf der Nato wird
    Legendärer DDR-Zug kehrt auf Schiene zurück
    Tags:
    Deutschland, Russland, Matthias Schepp, Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK), Coronavirus