18:14 19 September 2020
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    Die deutsche Bundesregierung plant eine millionenschwere Unterstützung der Fachkräfteausbildung. Dies gab die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag unter Berufung auf ein Bundesprogramm bekannt.

    Kernstück ist demnach eine Ausbildungsprämie von 2000 oder 3000 Euro für kleine und mittelständische Unternehmen, die „in erheblichem Umfang“ von der Krise betroffen sind und dennoch ihre Lehrstellenzahl halten oder sogar erhöhen. Allein dafür werden in den Eckpunkten bis zu 280 Millionen Euro veranschlagt. Insgesamt sollen die Hilfen einen Umfang von bis zu 500 Millionen Euro erreichen.

    Das Ziel des Programms sei es, dass es im Zuge der Corona-Krise nicht zu einem Einbruch der betrieblichen Ausbildung komme.

    „Wir müssen verhindern, dass die Covid-19-Krise zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen und der Fachkräftesicherung wird“, zitiert die Agentur aus den Eckpunkten für das Programm „Ausbildungsplätze sichern“.

    Den Plänen zufolge soll es zudem Hilfen geben, wenn Kurzarbeit für Lehrlinge vermieden wird oder wenn Auszubildende aus insolventen Betrieben übernommen werden. Die gemeinsam vom Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsministerium vorgelegten Eckpunkte sollten am Mittwoch vom Kabinett gebilligt werden, so Reuters unter Berufung auf Regierungskreise.

    „Wir kämpfen um jeden Ausbildungsplatz“, erklärte DGB-Vize Hannack laut der Agentur. „Dieser Schutzschirm wird Ausbildungsbetrieben in Notlagen sowie den Jugendlichen helfen.“

    Zuschüsse in Höhe von 2000 bis 3000 Euro

    Die Prämie sollen Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten erhalten, die von der Krise stark betroffen sind, die aber dennoch die Zahl ihrer Lehrlinge im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen drei Jahre nicht verringern. Sie erhalten einen Zuschuss von 2000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Lehrvertrag.

    Wenn sie ihre Ausbildung erhöhen, soll es 3000 Euro für jede zusätzliche Lehrstelle geben. Als besonders von der Krise betroffen gelte ein Betrieb, wenn es im ersten Halbjahr wenigstens einen Monat Kurzarbeit gegeben habe oder der Umsatz in den Monaten April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen sei.

    mo/mt/rtr

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