19:40 24 November 2020
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko will wohl erneut Moskau wegen des Preises für das russische Erdgas unter Druck setzen und hat während einer Dienstreise durch das Land erklärt, dass Minsk eine Alternative für die russischen Lieferungen finden kann.

    „Gott sei Dank gibt es genug Erdöl in der Welt. (…) Und die Preise sind angemessen. Es reicht auch an Erdgas“, sagte Lukaschenko. Derzeit werde zwischen den wichtigsten Lieferanten für den europäischen und den weißrussischen Markt gekämpft.

    „Es gibt eine Alternative, sie kann gefunden werden“, zeigte sich Lukaschenko zuversichtlich. 

    Weißrussland pocht seit langem auf eine Revidierung des Preises für das russische Öl für das Jahr 2020. Der Preis solle „korrekt und gerecht“ sein. Der Ölpreis für Weißrussland soll bei maximal 45 US-Dollar je 1.000 Kubikmeter, Logistik miteingerechnet, liegen und nicht bei 127 Dollar. 

    Wegen Differenzen bei den Öl- und Gaspreisen mit dem Hauptlieferanten Moskau diversifiziert Minsk die Ölversorgung seiner Raffinerien. Weißrussland kauft weiterhin russisches Öl über die Druschba-Erdgasleitung und sucht nach alternativen Transportrouten für Rohstoffe zu seinen Raffinerien - auf dem Seeweg und mit Umschlag in den Häfen von Odessa und Klaipeda.

    Im März sollte Aserbaidschan nach Angaben der staatlichen Mineralölgesellschaft SOCAR die erste Partie von Rohöl für Weißrussland abfertigen. Konkret seien es zwei Tanker Öl. 

    om/ae

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    Tags:
    Erdgas, Alternative, Preis, Rohstoffe, Weißrussland