02:25 28 Oktober 2020
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    Der stellvertretende Leiter des Sicherheitsrates, Dmitri Medewedew, hat offenbart, dass Russlands Wirtschaft einen Dreifachschlag gespürt hat und erläutert, was darunter zu verstehen ist.

    „Heute spürt unser Land die Auswirkung von gleich drei Wirtschaftsschocks“, so Medwedew.

    Das sind drei Schocks

    „Erstens ist es der Ölpreissturz auf dem Weltmarkt. Das ist der größte Schock, da die inländische Wirtschaft vom Kohlenwasserstoff-Export abhängig ist“, erläuterte er.

    Ferner verwies Medwedew darauf, dass Russland in den letzten 20 Jahren drei solche Schläge getroffen hätte und das Land in der Lage sei, effektive Maßnahmen zu bestimmen, um die negativen Konsequenzen abzumildern.

    Der zweite Schock ist die Folge von inneren Einschränkungen wegen der Coronavirus-Epidemie. „Äußerlich erinnert er (der Schock – Anm. d. Red.) an die Situation zu Beginn der 1990er Jahre, als einzelne Subjekte der Wirtschaftstätigkeit aus dem Wirtschaftsprozess ausschieden, was zum Zusammenbruch etablierter Verbindungen führte. Dieser Vergleich ist allerdings sehr relativ. Die aktuellen Probleme im realen Wirtschaftssektor, auf dem Arbeitsmarkt, im sozialen und Bankbereich haben eine besondere Natur, und die üblichen Ansätze zur Analyse von Wirtschafts- und Finanzkrisen sind hier nicht anwendbar.“

    Dabei betonte Medwedew, dass der Wiederaufbau der Wirtschaft ziemlich schnell beginnen werde, sofern keine neuen Epidemie-Wellen zu weiteren Zwangseinschränkungen führen würden.

    Der dritte Schock sei mit der Verringerung der ausländischen Nachfrage nach russischen Waren wegen der Verlangsamung der Weltwirtschaft verbunden.

    „Die Reduktion des Handels und der Nachfrage in der Welt sind heute auch weitgehend eine Konsequenz der Einschränkungsmaßnahmen und eines zeitweiligen Bruchs von Wirtschafts- und Logistikverbindungen.“

    Die Dauer eines solchen Sturzes werde sich offenbar auf den Zeitraum der strikten Quarantäne-Maßnahmen beschränken, danach werde die Nachfrage wieder steigen. Aber hier bestehe die Gefahr eines neuen Pandemie-Ausbruchs, der der Weltwirtschaft „einen schweren Schlag“ versetzen könne, der nur mit den Weltkriegen zu vergleichen sei.

    ak/ae/sna

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    Dmitri Medwedew, Markt, Nachfrage, Auswirkungen, Coronavirus, Schlag, Wirtschaft, Russland