23:48 24 Oktober 2020
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    Laut der neusten Umfrage der Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) rechnen die deutschen Mittelständler für die Monate März bis Mai mit Umsatzeinbußen in Höhe von rund 250 Milliarden Euro.

    Der Umfrage zufolge rechnen rund 2,3 Millionen kleine und mittlere Unternehmen und damit 60 Prozent der deutschen Mittelständler mit negativen Folgewirkungen der Krise.

    „Im Durchschnitt erwarten diese Unternehmen eine Normalisierung ihrer Geschäftslage erst in rund 8,5 Monaten - dies entspräche ungefähr März 2021“, hieß es in der KfW-Umfrage.

    Rund sieben Prozent der Betriebe hätten zum Befragungszeitpunkt Anfang Juni nach eigenen Angaben bereits die Geschäftsaktivitäten von vor der Krise wieder erreicht. Demnach gehen allerdings neun Prozent der Mittelständler davon aus, „nie mehr das Vorkrisenniveau erreichen zu können“.

    Im diesem Zusammenhang wiesen die KfW-Ökonomen darauf hin, dass das vor kurzem angekündigte Konjunkturprogramm der Bundesregierung wichtige Impulse für den Mittelstand setzen könnte.

    „Eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen spürt jedoch weiterhin eine starke Belastung der Liquidität, die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit ist für sie trotz Lockerungen der Corona-Beschränkungen nicht gebannt“, betonte KfW-Chefökonomin Fritzi Köhler-Geib.

    Rund 45 Prozent aller Mittelständler verfügten aktuell über ausreichend liquide Mittel für maximal zwei Monate, sofern die gegenwärtige Situation anhalte oder sich nicht verbessere (gerechnet ab 1. Juni 2020). Im März hatte dieser Anteil noch bei 51 Prozent gelegen.

    Konjunkturpaket der Bundesregierung

    Am 12. Juni hatte die Bundesregierung die ersten Maßnahmen aus dem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket auf den Weg gebracht. In erster Linie sieht es steuerliche Entlastungen vor, darunter eine befristete Mehrwertsteuersenkung um drei Punkte auf 16 Prozent. Nach ersten Schätzungen werde dies dem Haushalt knapp 20 Milliarden Euro kosten.

    Bundestag und Bundesrat sollen den ersten Steuermaßnahmen aus dem Paket in Sondersitzungen am 29. Juni zustimmen.

    ac/mt/rtr

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    KfW-Bank, Umfrage, Umsatz, Einbußen, Unternehmen, Deutschland, Krise, Coronavirus