00:19 12 Juli 2020
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    Unter allen deutschen Bundesländern ist Bayern am stärksten von der Kurzarbeit betroffen. Dies gab das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo) auf seiner offiziellen Webseite am Montag bekannt.

    Im Freistaat waren demnach im Mai 1,469 Millionen Menschen auf Kurzarbeit. Das entspreche 26 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Das Bundesland habe damit absolut den höchsten Wert im Ländervergleich erreicht und sei auf minimal mehr Kurzarbeiter als das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen gekommen.

    Besonders viele Kurzarbeiter in Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie

    NRW hatte laut Ifo-Schätzung im Mai 1,466 Millionen Kurzarbeiter oder 21 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. In Baden-Württemberg seien es 1,09 Millionen oder 23 Prozent gewesen. Es folgen Niedersachsen und Bremen mit zusammen 767.000 oder 23 Prozent.

    „Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren“, zitiert die Organisation ihren Arbeitsmarkt-Experten Sebastian Link.

    Die nächsthöchsten Kurzarbeitsanteile gab es Ifo zufolge mit jeweils 21 Prozent in Hessen, den zusammengefassten Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, sowie – ebenfalls zusammengefasst – in Berlin und Brandenburg. Dahinter folge Sachsen mit 19 Prozent. Am Ende hätten die jeweils zusammengefassten Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 17 Prozent rangiert.

    Insgesamt schätzt das Institut die Zahl der Kurzarbeiter im Mai auf etwa 7,3 Millionen. Es bezieht sich dabei auf Beschäftigte, die tatsächlich in Kurzarbeit sind. Die Zahl der Beschäftigten, für die grundsätzlich Kurzarbeit angemeldet ist, liegt höher. Die Analyse beruht auf Daten aus der Ifo-Konjunkturumfrage.

    mo/sb

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