02:24 06 August 2020
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    Laut der neusten Studie des CAR-Instituts haben die Autohersteller und -händler vor dem Hintergrund der Corona-Krise mit ihren Aktionen zur Verkaufsförderung begonnen. Diesmal ist die angekündigte Absenkung der Mehrwertsteuer um drei Punkte der Ausgangspunkt bei ihrer Werbung.

    Dem Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer zufolge nutzen die Hersteller und Händler die staatliche Vorgabe bei der Mehrwertsteuer, um eigene Preisnachlässe und Sonderausstattungen zu bewerben. So hätten bereits Nissan, Renault, Seat, VW und Opel angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Autos mit Verbrennungsmotoren ganz „auszusetzen“. Dudenhöffer erwartet allerdings, dass diese Aktionen teils mit anderen Preisnachlässen verrechnet werden.

    Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist der deutsche Neuwagenmarkt massiv eingebrochen. Dabei war die Zahl der Neuzulassungen im ersten Halbjahr um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken und betrug 1,2 Millionen Neuzulassungen. Händler und Hersteller hatten in den Zeiten des Shutdowns nur wenige Kaufanreize gesetzt.

    Deutlich zugelegt haben lediglich Autos mit elektrischen Batterie- oder Hybridantrieben, für die es auch höhere staatliche Förderprämien gibt. Dieser Trend gehe aber wesentlich am Privatkundenmarkt vorbei, kritisierte Dudenhöffer, der zusätzliche Kaufanreize auch für Verbrenner befürwortet hatte.

    Konjunkturpaket der Bundesregierung

    Am Montag hatte der Bundestag in einer Sondersitzung den wichtigen Teilen des Konjunkturpakets zugestimmt, das den Konsum nach der Corona-Krise wieder ankurbeln soll. Konkret beinhaltet das Dokument unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer um drei Punkte von 19 auf 16 Prozent bis Jahresende. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, wird von sieben auf fünf Prozent reduziert.

    ac/mt/dpa

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    Senkung, Preise, Händler, Autohersteller, Paket, Konjunktur, Deutschland