13:08 01 Dezember 2020
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    Jede fünfte deutsche Firma hält sich in der Corona-Krise für gefährdet. Dies geht aus der neuen Umfrage des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo) hervor.

    21 Prozent der befragten Unternehmen antworteten im Juni, dass Restriktionen, die aufgrund der Corona-Pandemie eingeführt wurden, für sie existenzbedrohend seien. Diesbezüglich kommt der Ifo-Forscher Stefan Sauer zum Schluss: „In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen.“

    Dies gehe in erster Linie die Dienstleister an, von denen sich 27 Prozent als gefährdet einstuften. Im Einzelhandel und im verarbeitenden Gewerbe seien es 21 beziehungsweise 17 Prozent. Was das verarbeitende Gewerbe betrifft, so hätten Metallerzeuger (53 Prozent), Hersteller von Textilien (38 Prozent) sowie Druckerzeugnissen (28 Prozent) ihre Existenz am meisten bedroht gefühlt. 

    Auf instabile Existenz verweisen außerdem Reisebüros und Reiseveranstalter mit 85 Prozent, die Branchen Beherbergung mit 76 Prozent und Gastronomie mit 67 Prozent. 

    „Schwach bedrohte“ Branchen 

    Neben den von den Corona-Beeinträchtigungen am schärfsten betroffenen Branchen gab das Ifo Institut Informationen über die Dienstleistungssektoren an, die ohne erhebliche Einschnitte durch die Krise gekommen sind: das sind Dienstleistungen für den Verkehr mit 21 Prozent, freiberufliche und wissenschaftliche Tätigkeiten mit 17 Prozent, gleichwertig bedroht fühlen sich Informationsdienstleistungen und der Landverkehr (16 Prozent).

    Rechts- und Steuerberater haben demnach am meisten Glück: nur zwei Prozent bezeichneten sich als von der Krise gefährdet. 

    ao/mt

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    Firmen, Coronavirus, Krise, Deutschland, ifo-Institut