16:19 29 Oktober 2020
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    Die Europäische Kommission hat am Dienstag eine Konjunkturprognose veröffentlicht, deren Ergebnisse zeigen: Die Wirtschaften von EU-Ländern werden wegen der Pandemie-Folgen in eine tiefgreifende Rezession fallen.

    Das Wirtschaftswachstum Finnlands soll demnach im nächsten Jahr den langsamsten Anstieg zeigen. Es wird vorhergesagt, dass die finnische Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 6,3 Prozent schrumpfen und im nächsten Jahr nur um 2,8 Prozent wachsen würde.

    Nach Angaben der EU-Kommission werde das Wirtschaftswachstum in Finnland überwiegend von der Binnennachfrage abhängen und könne durch die Arbeitslosigkeitszunahme eingedämmt werden. Dabei könnte sich der Wirtschaftsaufstieg Finnlands beschleunigen, falls seine Handelspartner die Krise schneller als erwartet bewältigen sollten. 

    Obwohl Schweden einen Lockdown-Sonderweg eingeschlagen und auf die Quarantäne verzichtet hatte, würde seine Wirtschaftsleistung 5,3 Prozent verlieren, ferner aber sollte einen Anstieg von 3,1 Prozent beobachtet werden.

    Voraussichtlich würden Italien, Spanien und Frankreich mehr ökonomische Verluste verbuchen, jedoch rechnen die Experten damit, dass es in den betroffenen Ländern schneller zu einer wirtschaftlichen Erholung kommen wird. 

    Das reale BIP Deutschlands sei im ersten Viertel 2020 laut der EU-Kommission um 2,2 Prozent gesunken. Es wird darauf hingewiesen, dass die Pandemie-Einschränkungen den Dienstleistungssektor Deutschlands am stärksten getroffen hätten. 

    Die Zahlen der Volkswirtschaften des Euroraums würden um 8,7 Prozent schrumpfen und im nächstem Jahr um 6,1 Prozent wachsen. Eine vorherige Prognose, die im Mai veröffentlicht wurde, sagte diesbezüglich einen Abschwung um 7,7 Prozent voraus. 

    Exekutiv-Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, sagte in dieser Hinsicht, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahmen, die auf die Pandemie-Eindämmung gerichtet waren, sowie das langsame Rollback von Restriktionen schwerer als erwartet gewesen seien. 

    „Wir segeln immer noch in stürmischen Gewässern und sind vielen Risiken ausgesetzt, einschließlich einer signifikanten neuen Infektionswelle“, so Dombrovskis.  

    ao/mt

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