09:48 12 August 2020
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    Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, hat am Dienstag im Vorfeld des Starts der ersten digitalen Hannover Messe die Hoffnungen auf eine rasche wirtschaftliche Erholung nach der Coronavirus-Pandemie gedämpft.

    „Der langsame Aufwärtstrend der Konjunktur ist kein Grund zum Übermut. Frühestens 2022 wird die Volkswirtschaft wieder das Vorkrisenniveau erreichen“, sagte er gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.  

    Ihm zufolge müsse man sich heutzutage um die wirtschaftliche Erholung und Stärkung der industriellen Basis bemühen. Bei jeglichem Bestreben müsse sich die Politik am Kompass der sozialen Marktwirtschaft ausrichten, so Kempf. „Zentral ist, einen staatlichen Einstieg in einzelne Unternehmen stets an einen klaren Exit-Plan zu koppeln“, führte er weiter aus. „Die wachsende Tendenz zum Staatsdirigismus verfolge die deutsche Wirtschaft mit großer Sorge.“

    Der BDI-Präsident ist überzeugt, ein „weiter so“ wie vor der Pandemie dürfe es nicht geben. „Die Corona-Pandemie ist ein Weckruf für einen Neustart der Wirtschaft“, unterstrich er in diesem Zusammenhang.

    Kempf betonte, dass Deutschland sich während seiner Ratspräsidentschaft „für die rasche Vollendung des europäischen digitalen Binnenmarkts“ einsetzen sollte. Für ihn seien Entschlossenheit für Freihandel und Multilateralismus wichtig. 

    ao/mt/rtr

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    Tags:
    wirtschaftliche Erholung, Dieter Kempf, Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Coronavirus