02:06 05 August 2020
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    Die Deutsche Bahn hat am Mittwoch Details über moderne Hochgeschwindigkeitszüge bekanntgegeben, die ab 2022 die DB-Fernverkehrsflotte verstärken sollen.

    Den Auftrag im Volumen von einer Milliarde Euro für 30 neue ICE vergibt das Unternehmen laut seinem Statement an den Konzern Siemens Mobility mit dem Hauptsitz in München.

    Der neuen Fernzüge würden an Siemens-Standorten in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Österreich gefertigt und erstmals mit sogenannten frequenzdurchlässigen Scheiben ausgestattet sein.

    Frequenzdurchlässige Scheiben für besseren Mobilfunkempfang

    Bisher sind alle Fenster mit einer wärmeisolierenden Metallschicht ausgestattet, die aber auch Mobilfunkwellen aussperrt. Das Signal wird deshalb über sogenannte Repeater ins Innere der Züge geleitet. Bei den neuen Scheiben ist die Metallschicht so abgeschliffen, dass sie sämtliche Mobilfunkfrequenzen durchlässt.

    Die Innovation hat einige Vorteile. Zum einen sind die Fenster deutlich weniger wartungsanfällig. Zum anderen sind sie laut Bahn kompatibel mit allen Mobilfunkstandards und müssen nicht um- oder nachgerüstet werden – etwa wenn bald der neue Standard 5G ausgebreitet wird.

    „Wir helfen der Deutschen Bahn, den Masterplan für die Transformation des Verkehrssektors umzusetzen. Ziel ist, die CO2-Emissionen massiv zu reduzieren und gleichzeitig mehr Menschen in öffentliche Verkehrsmittel zu bringen“, so Roland Busch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Vorstands der Siemens AG.

    Die DB startete der Mitteilung zufolge die Ausschreibung Ende 2019, nachdem der Bund angekündigt habe, die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets ab Anfang 2020 zu senken. Die Fahrzeuge sollen zuerst auf Linien zwischen Nordrhein-Westfalen und München zum Einsatz kommen, die über die Schnellfahrstrecke Köln/Rhein-Main führen, hieß es. Das Platzangebot für die Fahrgäste im Fernverkehr der DB wachse mit den neuen Zügen um 13.000 Sitze.

    mo/mt/dpa

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