05:09 01 Dezember 2020
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    Vor dem Hintergrund des Epstein-Skandals hat die Anwaltskanzlei Pomerantz im Namen von Investoren der Deutschen Bank Sammelklagen gegen den Konzern eingereicht.

    Demnach habe die Bank falsche und irreführende Aussagen gemacht, bevor sie in der vergangenen Woche eine 150 Millionen Dollar schwere Strafe der New Yorker Finanzaufsicht DFS akzeptiert hatte. Die Behörde hatte diese wegen schwerer Versäumnisse der Bank im Fall Epstein verhängt.

    Der Klage zufolge sind die Anleger der Deutschen Bank mit Epstein geschädigt worden. Diese wurde am Mittwoch bei einem Gericht in Newark im US-Bundesstaat New Jersey eingereicht. Die Höhe des geforderten Schadenersatzes blieb darin offen.

    Der 66-jährige Epstein hatte im vergangenen Jahr in Untersuchungshaft Selbstmord begangen, nachdem er wegen erneuter Vorwürfe des Kindesmissbrauchs festgenommen worden war.

    Bereits 2008 hatte sich der Hedgefonds-Manager schuldig bekannt, eine Minderjährige zur Prostitution gezwungen zu haben, er erhielt dafür eine 18-monatige Haftstrafe.

    „Obwohl die Bank Epsteins schreckliche kriminelle Vergangenheit kannte, hat sie es unentschuldbarerweise versäumt, verdächtige Transaktionen in Millionenhöhe aufzudecken oder zu verhindern“, hatte DFS-Chefin Linda Lacewell erklärt.

    Epstein war von August 2013 bis Dezember 2018 Kunde der Deutschen Bank. Die Klage der Investoren richtet sich neben dem Konzern auch gegen den Konzernchef Christian Sewing, den Finanzchef James von Moltke und den früheren Vorstandschef John Cryan.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Christian Sewing, Skandal, Geschäfte, Jeffrey Epstein, Anleger, Klage, Deutsche Bank