14:44 13 August 2020
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    Die argentinische Regierung hat von Russland nach eigenen Angaben ein Angebot zum gemeinsamen Uranabbau in dem südamerikanischen Land erhalten. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten beide Staaten bereits 2018 unterschrieben. Uran soll mithilfe der umweltfreundlichen ISR-Methode gefördert werden.

    Wie der argentinische Vize-Außenminister Jorge Neme mitteilte, kam das Angebot sowohl von russischer offizieller Seite, als auch vom Atomenergiekonzern Rosatom.

    „Vor wenigen Tagen haben wir von der Botschaft Russlands und vom Unternehmen Rosatom ein Angebot erhalten, Möglichkeiten für eine Uranförderung in Argentinien unter Beachtung moderner Umweltanforderungen zu prüfen“, sagte Neme vor Journalisten.

    Beide Staaten hatten im Januar 2018 während des offiziellen Russland-Besuchs des damaligen argentinischen Präsidenten Mauricio Macri eine Absichtserklärung über Erkundung und Förderung von Uran in Argentinien unterzeichnet.

    Der Rohstoff soll im umweltfreundlichen In-situ-Verfahren (ISR) gewonnen werden. Der Investitionsbedarf wird auf 250 Millionen US-Dollar geschätzt. Darüber hinaus sollen 500 neue Arbeitsplätze entstehen.

    ISR (englisch: In-Situ-Recovery) gilt als umweltfreundlicher und billiger als die konventionellen Abbaumethoden. Durch Löcher, die zur Lagerstätte gebohrt werden, wird Uran mit verdünnter Schwefelsäure herausgelöst und nach oben befördert. Die Erdoberfläche nimmt dabei keinen Schaden und es fallen auch keine Verarbeitungsabfälle an.

    Außerdem berieten beide Staaten über die Gründung eines Technologiezentrums zum ISR-Uranabbau in Argentinien.

    leo/ae

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    Tags:
    Umwelt, Rosatom, Angebot, Förderung, Projekt, Uran, Russland, Argentinien