23:30 18 September 2020
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    Die Exporte Brandenburgs nach Russland haben 2019 einen Wert von rund 262 Millionen Euro erreicht. Das waren etwa 31 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, so das Wirtschaftsministerium in Potsdam. Unternehmer mahnen mehr Förderung an und sollen sie auch bekommen.

    Die Exporte Brandenburgs nach Russland haben im vergangenen Jahr einen Wert von rund 262 Millionen Euro erreicht. Das waren etwa 31 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor, teilte das Wirtschaftsministerium Potsdam basierend auf vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit.

    Ihren Höhepunkt hatten die Exporte 2011 mit rund 415 Millionen Euro, um dann allerdings einzubrechen: Bis 2016 auf magere 187 Millionen Euro. Seither steigern sich Brandenburgs Exporte nach Russland jedes Jahr. Im Jahr 2018 etwa betrugen die Exporte 25 Prozent vom Gesamtausfuhrvolumen des Bundeslandes.

    Die Importe allerdings sind im Vorjahresvergleich 2019 um 122 Millionen Euro auf 3,8 Milliarden zurückgegangen. 98 Prozent der brandenburgischen Einfuhren aus Russland waren Erdöl- und Erdgas.

    Unternehmer fordern mehr Unterstützung

    Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus aus dem Dezember 2019 wünschen rund 60 Prozent der im Russland-Geschäft aktiven Unternehmen den Ausbau der Handelsbeziehungen – 70 Prozent der Befragten benannten ein Faible für den Exportbereich - und rund 80 Prozent mahnten mehr Unterstützung bei der Suche nach Geschäftspartnern und Kontaktausbau an.

    Zusagen und Förderungsmöglichkeiten  

    Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hatte den Unternehmen auf einer Konferenz der IHK mehr Hilfen des Landes bei der Internationalisierung ihrer Handelsbeziehungen zugesagt. Dazu gehörten gezielte Begleitung, Informationen über Chancen und Fördermöglichkeiten sowie neue Anreize für Unternehmen im Außenhandel, etwa durch eine Anhebung des Fördersatzes für Start-ups.

    Zu den wichtigsten Fördermaßnahmen Brandenburgs gehören im Außenwirtschaftsbereich die Richtlinie zur Förderung von Gemeinschaftsprojekten wirtschaftsnaher Institutionen zur Markterschließung im gesamtwirtschaftlichen Interesse des Landes (sogenannte Markterschließungsrichtlinie) sowie die Richtlinie zur Förderung der Internationalisierung von Kleinen -und mittelständische Unternehmen (KMU) durch Markterschließung im Ausland und der Teilnahme an Messen im In-und Ausland (sogenannte M2-Richtlinie). Darüber würden insbesondere Unternehmens- und Delegationsreisen ins Ausland in der Regel mit politischer Begleitung sowie die Messegemeinschaftsstände unter der Dachmarke „Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg“ gefördert sowie einzelbetriebliche Beratungs- und Messeförderung.

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    Tags:
    Handel, Export, Russland, Brandenburg