16:25 21 September 2020
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    Ein Jahr lang hat Russland keine Nettoverschuldung gehabt. Doch Anfang Juli fielen die Schulden wieder höher als die flüssigen Mittel der Regierung aus. Das geht aus den aktuellen Statistiken des Finanzministeriums und der Zentralbank hervor, mit denen sich das Wirtschaftsmagazin RBK vertraut gemacht hat.

    Zu Beginn der Corona-Krise am 1. April hatten die föderalen Behörden auf ihren Rubel- und Fremdwährungskonten bei der Zentralbank und bei kommerziellen Banken noch 17 Billionen Rubel. Die öffentliche In- und Auslandsverschuldung hatte damals einen Umfang von 14,5 Billionen Rubel, berichtet RBK.

    Am 1. Juni waren die Schulden mit 14,3 Billionen Rubel fast auf dem gleichen Niveau wie die Reserven (14,4 Billionen Rubel). Einen Monat später war die Staatsverschuldung schon um 1,55 Billionen Rubel höher als die Depositen der Regierung.

    Eine Erklärung sei, dass die Regierung im April 2,14 Billionen Rubel aus dem Föderalen Wohlfahrtsfonds locker machen musste, um von der Zentralbank die Mehrheit an der Sberbank zu übernehmen. Auch die durch die Coronavirus-Pandemie ausgelöste Krise und der Einsturz der Ölpreise hätten da einen Einfluss gehabt.

    Die Entstehung der Nettoverschuldung stelle keine Bedrohung für die Stabilität des Staatshaushalts dar, sei jedoch eine symbolische Folge der aktuellen Krise, so das Magazin.

    Regierungschef Michail Mischustin hatte im Juli eingeräumt, dass Russland noch Anfang dieses Jahres sehr gute Voraussetzungen für ein zügiges Wirtschaftswachstum gehabt habe, doch der Coronavirus und der Einbruch der Ölpreise hätten diese Pläne durchkreuzt.

    leo/ae

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    Tags:
    Coronavirus, Wirtschaft, Statistik, Regierung, Zentralbank, Banken, Reserven, Schulden, Russland