13:00 29 September 2020
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    Die Lufthansa und ihre Piloten von der Vereinigung Cockpit (VC) haben sich nun auf einen kurzfristigen Krisenplan geeinigt, wonach betriebsbedingte Kündigungen frühestens im zweiten Quartal des kommenden Jahres möglich sind.

    Wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, reduziert das Unternehmen unter anderem seine Aufstockungen beim Kurzarbeitergeld und Zuschüsse zu den Betriebsrenten. Auch wird eine bereits vereinbarte Tariferhöhung auf das kommende Jahr verschoben.

    Mit der Vereinbarung verschaffen sich die Tarifparteien Luft für weitere Verhandlungen zur langfristigen Bewältigung der Corona-Krise. In einem umfassenden Krisenpaket könnten die Kosten des Personalüberhangs beispielsweise durch eine entsprechende Arbeitszeit- und Gehaltsabsenkung für den Zeitraum der Krise kompensiert werden, erläuterte die Lufthansa.

    Entsprechende Verhandlungen zur Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen waren in den vergangenen Wochen ohne Ergebnis geblieben. Innerhalb der VC hatte es Konflikte zwischen der Tarifkommission, dem Vorstand und Piloten anderer Lufthansa-Konzerngesellschaften gegeben, die erst mit Hilfe einer Mediation beigelegt worden waren.

    Personalüberhang bei Lufthansa 

    Lufthansa mit weltweit rund 138.000 Beschäftigten hat nach dem Corona-Einbruch seinen weltweiten Personalüberhang auf rund 22.000 Vollzeitstellen beziffert, von denen rund 11.000 auf Deutschland entfallen. Der Konzern rechnet mittelfristig mit einer um 100 Jets verkleinerten Flotte.

    Für die Flugbegleiter hat deren Gewerkschaft Ufo Eckpunkte einer Spar-Vereinbarung unterschrieben, deren Volumen rund 2600 Stellen entsprechen soll. Die Gespräche zum Bodenpersonal mit der Gewerkschaft Verdi hat die Lufthansa hingegen abgebrochen, weil ihr die angebotenen Sparmaßnahmen nicht ausreichend erschienen.

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Verhandlungen, Piloten, Lufthansa