17:05 18 September 2020
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    Das türkische Bohrschiff „Fatih“ hat ein großes Erdgasvorkommen im Schwarzen Meer entdeckt. Dies gab der Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag bekannt.

    Im Schwarzen Meer seien 320 Milliarden Kubikmeter Gas entdeckt worden, sagte er. Dies sei der größte Erdgas-Fund in der Geschichte des Landes.

    Zudem gebe es Anhaltspunkte für weitere Funde in der Region. Nun müsse die Erschließung und Gewinnung geplant werden mit dem Ziel einer Lieferung ab 2023.

    Die Entdeckung des neuen Gasfeldes im Schwarzen Meer werde die Türkei aus der Energieabhängigkeit von Drittländern befreien, sagte der türkische Finanzminister, Berat Albayrak:

    „Wir sind Zeugen eines Ereignisses, das die Geschichte unseres Landes verändern wird, wir sind glücklich und stolz darauf. Heute haben wir einen Schritt gemacht, der uns von der Energieabhängigkeit von Drittländern befreit. Hoffentlich werden wir das Zahlungsbilanzdefizit beseitigen, denn der größte Teil der Ausgaben wird derzeit für Energiekäufe aufgewendet“, sagte Albayrak in einer Fernsehansprache.

    Die Nachrichtenagentur Reuters hatte von Insidern erfahren, dass die Gasmenge ausreichen soll, um den Bedarf der Türkei für 20 Jahre zu decken. Erdogan kündigte zudem an, die umstrittenen Bohrungen im Mittelmeer fortzuführen. Diesbezüglich gibt es derzeit einen Konflikt mit Griechenland und der EU. Man werde nicht ruhen, bis die Türkei ein Netto-Energie-Exporteur geworden sei, so Erdogan.

    asch/rtr/sna/ae

     

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    Tags:
    Gasvorkommen, Gasfeld, Erdgas, Erdgas, Türkei