03:28 04 Dezember 2020
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    Nach den Boom-Jahren 2018 und 2019 brechen die deutschen Netto-Direktinvestitionen in Russland nun stark ein. Bedingt durch die Reise- und Handelsbeschränkungen durch die Corona-Pandemie, gingen die Investitionen deutscher Unternehmen in Russland im ersten Halbjahr 2020 stark zurück.

    Insgesamt haben deutsche Unternehmen zwischen März und Juni Investitionen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro aus Russland abzogen. Das meldet die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Bundesbank. Dennoch belaufen sich die Gesamtinvestitionen im ersten Halbjahr 2020 auf ein Plus von knapp 700 Millionen Euro.

    „Viele Investitionen wurden verschoben und auf Eis gelegt. Die weltweiten Anti-Corona-Maßnahmen tragen zu Verunsicherung der Russland-Investoren bei“,

    erklärte der AHK-Vorstandsvorsitzende Matthias Schepp. 2018 hatten die Netto-Direktinvestitionen mit 3,8 Milliarden Euro und 2019 mit 2,6 Milliarden Euro Rekordwerte erreicht.

    „Viele Firmen hatten sich auf ein gutes Jahr im Russlandgeschäft eingestellt, dann kam Corona“, so der AHK-Chef.

    In den vergangenen 20 Jahren waren die deutschen Investitionen im zweiten Jahresquartal noch nie so niedrig wie in diesem Jahr. Die Monate März bis Juni waren der Höhepunkt der russlandweiten Anti-Corona-Maßnahmen, die auch bei deutschen Betrieben zu Lieferstopps und Produktionsunterbrechungen geführt haben.

    Der Handel zwischen Deutschland und Russland brach im ersten Halbjahr um 24 Prozent auf nun 22 Milliarden Euro ein. Russland liegt damit nach Polen, Tschechien und Ungarn nur noch an vierter Stelle im deutschen Osteuropahandel.

    as

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    Investitionen, Russland, Deutschland, Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK)