16:38 18 September 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    5436
    Abonnieren

    Hunderte Menschen aus Deutschland, Tschechien und Polen haben am Sonntag am Dreiländereck gegen den geplanten Ausbau des polnischen Braunkohletagebaus Turów protestiert.

    Dem polnischen Energiekonzern PGE wurde jüngst die Genehmigung für eine Fortsetzung seiner Aktivitäten bis 2026 gewährt. Die Demonstranten fürchten aber, dass die Ausweitung des Tagebaus nahe der deutschen und tschechischen Grenze Trinkwasserreservoirs gefährden und zu erhöhter Lärm- und Feinstaubbelastung führen könnte, meldet die DPA unter Verweis auf die tschechische Nachrichtenagentur CTK.

    Auf polnischer Seite gab es demnach eine Gegendemonstration mit ebenfalls mehreren Hundert Teilnehmern, die den Braunkohletagebau unterstützen.

    Argumente des Konzerns

    Der PGE betont, dass der Tagebau Turów den Umweltstandards entspreche und Tausende Arbeitsplätze in der Region schaffe. Zudem gebe es jenseits der Grenze in Tschechien und Deutschland größere Grubengelände.

    Das Unternehmen würde die Laufzeit des Tagebaus gerne bis 2044 verlängern, bis das gesamte Braunkohlevorkommen abgebaut ist. Gegner des Tagebaus wünschen sich indes eine Schließung binnen zehn Jahren. Polen produziert derzeit fast 80 Prozent seines Stroms aus Braun- und Steinkohle.

    mo/sb/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Fall Nawalny: Deutsche Eliten und „Ausdruck eines Niedergangs“ – Experte Fischer knallhart
    Fall Nawalny: Deutschland und OPCW weichen Antworten auf Russlands Fragen aus – Lawrow
    Nord Stream 2: Versorgungsschiff „Iwan Sidorenko“ kehrt nach Kaliningrad zurück
    Tags:
    Polen