10:26 04 Dezember 2020
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    Die EU und China haben ein Abkommen zum gegenseitigen Schutz geografischer Angaben bei Lebensmitteln unterzeichnet. Fränkische Weine, Münchner Bier, Champagner, Feta-Käse oder auch Parmaschinken gehören zu den 100 europäischen Produkten, die künftig in China vor unerlaubter Nachahmung geschützt werden sollen.

    Umgekehrt werden auch die geografischen Angaben von 100 chinesischen Produkten wie Pu'er Tee, Moutai Schnaps oder Panjin Reis in der EU geschützt. Das teilte die EU-Kommission am Montag, nach der Unterzeichnung in Peking anlässlich des virtuellen EU-China-Gipfels, mit.

    Das Abkommen werde die Handelsbeziehungen zwischen der EU und China stärken, sagte der EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Janusz Wojciechowski.

    „Die europäischen Erzeugnisse mit geografischer Angabe sind bekannt für ihre Qualität und Vielfalt“, sagte Wojciechowski. „Es ist wichtig, dass sie auf EU- und auf internationaler Ebene geschützt werden, damit ihre Echtheit gewährleistet ist und ihr Ansehen erhalten bleibt.“

    China war im vergangenen Jahr mit einem Volumen von 14,5 Milliarden Euro der drittgrößte Absatzmarkt für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel aus der EU. Das bevölkerungsreichste Land ist ferner der zweitwichtigste Absatzmarkt für EU-Ausfuhren von Produkten mit geschützter geografischer Angabe wie Wein, Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse sowie Spirituosen.

    Das Abkommen wurde knapp zwei Jahre nach der Einigung in den Verhandlungen im November 2019 unterzeichnet. Nach der Zustimmung durch das Europäische Parlament soll es von dem Rat der Europäischen Union angenommen werden und Anfang 2021 in Kraft treten.

    mka/dpa/gs

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    Tags:
    Handelsbeziehungen, China, EU