16:03 29 September 2020
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    Die US-Produzenten haben die Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) in die europäischen Länder reduziert. Dies berichtet die Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf Angaben westlicher Betreiber von LNG-Terminals.

    Seit Anfang 2020 hätten die EU-Länder nach der Wiederverdampfung 64,2 Milliarden Kubikmeter LNG erhalten, was um 3,9 Prozent weniger sei als im Vorjahr. Diese Zahlen seien auf den starken Rückgang der US-Kraftstoffeinkäufe im Sommer zurückzuführen.

    Im September gingen die Lieferumfänge weiterhin zurück. Dies führte dazu, dass das Eintreffen von amerikanischem LNG im Gasfernleitungsnetz europäischer Länder erstmals seit Januar hinter dem Tempo von 2019 zurückblieb.

    Für Washingtons Kunden sei es jetzt profitabler, LNG in Europa für 60 bis 70 US-Dollar pro Kubikmeter zu kaufen und Geldstrafen an amerikanische Produzenten zu zahlen.

    „Im August lag die Auslastung fast aller amerikanischen LNG-Anlagen mit Ausnahme von Dominion Cove Point deutlich unter 50 Prozent. Ende des Monats funktionierten die Anlagen im Golf von Mexiko aufgrund des Hurrikans Laura nicht mehr“, heißt es in dem Artikel.

    Es werde jedoch erwartet, dass die Gaspreise im Herbst steigen und die amerikanischen LNG-Anlagen zu ihren Projektvolumen zurückkehren könnten. Nach Prognosen des US-Energieministeriums werde die Produktion im Winter etwa 255 Millionen Kubikmeter pro Tag betragen.

    „Darüber hinaus erholen sich die Gaspreise weltweit überall: In Asien werden Spot-LNG-Lieferungen bereits mit 140 bis 150 USD pro tausend Kubikmeter gehandelt, und die Spotpreise an den wichtigsten Drehkreuzen in Nordwesteuropa haben sich auf 130 US-Dollar pro tausend Kubikmeter erholt“, schreibt „Kommersant“.

    sm/gs

     

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    Tags:
    Europa, Lieferungen, Flüssigerdgas, USA