09:30 30 September 2020
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    Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Stiftung von US-Milliardär und Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda zahlreiche in den vergangenen Jahren erzielte Fortschritte bei der Bekämpfung von Armut und Krankheiten zunichte gemacht.

    Laut dem jährlichen Goalkeepers Report der Gates Foundation verstärkten sich Ungerechtigkeiten aufgrund der durch Covid-19 verursachten wirtschaftlichen Schäden. Das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele der UN sei aus der Bahn geraten. Fast alle Kennzahlen auf dem Weg zur Erfüllung der United Nations Sustainable Development Goals (der „Globalen Ziele“) weisen auf einen Rückschritt hin.

    Die Versorgung mit Impfstoffen, ein gutes Messinstrument für den Zustand der Gesundheitssysteme, sei auf einen Stand aus den 1990er Jahren gefallen, so der Bericht unter Verweis auf das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) an der University of Washington School of Medicine.

    „Die Welt wurde in anderen Worten in rund 25 Wochen um etwa 25 Jahre zurückgeworfen.“

    Aufgrund von COVID-19 sei die extreme Armut um sieben Prozent gestiegen. Der Fortschritt in der Armutsbekämpfung, der 20 Jahre gedauert habe, sei nun zum Halten gebracht worden.

    Ungleichheiten verstärkt

    Die Welt erlebe derzeit die schlimmste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, schreibt die Stiftung im Hinblick auf weltweite Verluste am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Corona-bedingten finanziellen Verluste seien doppelt so hoch als nach der Krise von 2008.

    Die Pandemie habe unverhältnismäßige Auswirkungen auf Frauen, Gemeinschaften von ethnischen Minderheiten sowie Menschen, die in extremer Armut leben, hieß es von der Bill und Melinda Gates Foundation. Rund um die Welt sehen sich demnach Frauen immer größeren Belastungen gegenüber, welche die insgesamt steigende Nachfrage nach unbezahlten Pflegearbeiten mit sich bringt. Außerdem seien es in der Mehrheit Frauen, welche ihren Job verlieren.

    Gemeinsam Pandemie bekämpfen

    Die Welt müsse gemeinsam die Pandemie und ihre Auswirkungen bekämpfen – vor allem durch die Entwicklung von Behandlungsmethoden und Impfstoffen, fordert die Stiftung. Kein Land – weder ein reiches noch ein armes – sei je im Stande, sich alleine der Coronavirus-Herausforderung zu stellen.

    „Dies ist ein Kooperationsprojekt, bei dem wir alle zusammen Fortschritt machen.“

    Pandemie-Lage weltweit

    Nach jüngsten Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University (JHU) beträgt die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle mehr als 29 Millionen weltweit. Davon sind bislang 929.026 Corona-Patienten gestorben.

    mo/mt

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