16:42 29 September 2020
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    Der Russische Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) und ein indisches Pharmaunternehmen haben sich auf eine Lieferung des Impfstoffs „Sputnik V“ geeinigt. Dies ist einer Mitteilung auf der Webseite des Fonds zu entnehmen.

    Demzufolge werden 100 Millionen Impfstoff-Dosen nach Indien gebracht. Die Absprachen über die Durchführung klinischer Studien und die „Sputnik V“-Lieferungen wurden mit der Firma Dr. Reddy's Laboratories Ltd (Dr. Reddy's), getroffen.

    „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Dr. Reddy's in Indien. Das Unternehmen Dr. Reddy's ist seit mehr als 25 Jahren auf dem russischen Markt und eine der führenden pharmazeutischen Firmen Indiens. Indien gehört zu den Ländern, die besonders hart vom Coronavirus getroffen wurden. Wir denken, dass unsere auf zwei menschlichen Adenoviren basierende Plattform Indien ein sicheres und wissenschaftlich bestätigtes Instrument zur Corona-Bekämpfung bereitstellt“, wird in einem Statement der RDIF-Chef Kirill Dmitriev zitiert.

    Die Lieferungen können laut dem Fonds Ende 2020 beginnen. Zuvor sollen die Ergebnisse der klinischen Tests veröffentlicht und der Impfstoff in Indien registriert werden.

    „Die Partner des RDIF werden ein effektives und sicheres Impfstoff-Präparat zur Coronavirus-Bekämpfung bekommen. Die Plattform für humane adenovirale Vektoren, die dem russischen Impfstoff zugrunde liegt, wurde bei mehr als 250 klinischen Studien über Jahrzehnte getestet und erwies sich als sicher. Sie ruft demnach keine potentiellen schwerwiegenden Nebenwirkungen hervor“, so Dmitriev.

    „Sputnik V“

    Der russische Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus, der den Namen „Sputnik V“ erhielt, war weltweit der erste. Er wurde vom Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des RDIF entwickelt. Experten zufolge wiesen alle Freiwilligen bei den klinischen Studien hohe Antikörpertiter aus. Es seien keine schwerwiegenden Komplikationen festgestellt worden, hieß es.

    Nach Angaben der Chefin der russischen Behörde für Verbraucherschutz, Anna Popowa, werden in Russland 26 Varianten des Impfstoffes gegen das Coronavirus entwickelt. Ein Serum, an dem das Zentrum für Virologie und Biotechnologie „Vektor“ arbeitet, soll im September verfügbar sein.

    mo/sb

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    Tags:
    Indien, Russland