04:32 29 Oktober 2020
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    Der staatliche Fonds Russlands für direkte Investitionen (Russian Direct Investment Fund, RDIF) und die Unternehmensgruppe ChemRar mit Sitz in Moskau haben mit 17 Ländern Lieferungen des russischen Arzneimittels Avifavir zur Behandlung der Covid-19-Infektion vereinbart. Dies ist der offiziellen Webseite des RDIF zu entnehmen.

    Avifavir ist das erste russische Medikament, das von Russlands Gesundheitsministerium zur Behandlung von Corona-Infektionen zugelassen wurde. Es ist auch das weltweit erste auf Favipiravir basierende Medikament, das für die Covid-19-Behandlung erlaubt ist.

    Das Präparat wird laut dem Fonds seit Juni in Russlands Krankenhäusern verwendet und wurde bereits nach Weißrussland, Bolivien, Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan und Usbekistan geliefert. Zu den weiteren Importeuren gehören demnach Saudi Arabien, Brasilien, Bulgarien, Kolumbien, Serbien, Argentinien, Chile, Ecuador, El Salvador, Honduras, Kuwait, Panama, Paraguay, die Slowakei, Südafrika, die Vereinigten Arabische Emirate (VAE) und Uruguay.

    Tests in Japan

    Favipiravir hemmt die Vermehrung von Viren und wurde von einer Tochterfirma der Fujifilm Holdings ursprünglich als Grippemedikament entwickelt. Kirill Dmitriev, der CEO des RDIF, erwähnte im Statement die in Japan durchgeführten Tests einer Arznei auf der Basis von Favipiravir. Fujifilm Holdings habe bestätigt, dass Favipiravir effektiv gegen Coronavirus sei.

    „Wir glauben, dass Avifavir und andere auf Favipiravir basierende Produkte weltweit führende antivirale Medikamente gegen Covid-19 sein werden. Zusätzlich zur bestätigten Effizienz und Sicherheit ist Avifavir auch um das Drei- bis Vierfache billiger als Remdesivir“, so Dmitriev.

    Die Substanz Remdesivir wurde von Gilead Sciences erstmals synthetisiert und sollte ursprünglich zur Behandlung der Viruserkrankung Ebola dienen, wurde aber nie für diesen Einsatz zugelassen. Seit Februar 2020 ist der Arzneistoff in der klinischen Erprobung zur Behandlung der durch das SARS-CoV-2 Virus ausgelösten Erkrankung COVID-19. In den USA, Japan und in der EU bestehen inzwischen Sonderzulassungen für das Präparat.

    „Sputnik V“

    Unter weiteren Projekten des RDIF ist der weltweit erste Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Die Vakzine unter dem Namen „Sputnik V“ wurde vom Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit RDIF-Unterstützung entwickelt.

    Moskau hat bereits Kaufanfragen für eine Milliarde Dosen des Impfstoffs aus mindestens 20 Ländern erhalten.

    mo/mt

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