15:30 30 Oktober 2020
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    Der Ölpreisverfall hat sich nach Börsenangaben beschleunigt. Demnach rutschte der Preis für europäisches Öl der Marke Brent bei Dezember-Termingeschäften am Dienstagabend (Ortszeit) um 4,5 Prozent auf 40,94 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) ab.

    November-Termingeschäfte seien zu einem Preis von 40,51 US-Dollar/Barrel geschlossen worden, um 4,53 Prozent weniger als zuvor.

    Auch US-amerikanisches WTI-Öl verbilligt sich: November-Termingeschäfte wurden am Dienstag zu einem Preis von 38,52 US-Dollar/Barrel geschlossen (minus 5,12 Prozent).

    Ölhändler besorgt

    Ölhändler sind über den möglichen Rückgang der Nachfrage nach Rohstoffen besorgt: Die weitere Ausbreitung des Coronavirus habe die Wiederherstellung und die nachhaltige Entwicklung der globalen Wirtschaft weiter gefährdet. Das könnte auch die Ölpreise weiter nach unten drücken, hieß es.

    „Die sich schnell ändernde Situation um (die Lungenkrankheit) COVID birgt immense Risiken für den Ölpreis in sich“, sagte der Analyst Craig Erlam des Unternehmens OANDA, das unter anderem Währungsdaten sowie Forex- und CFD-Leistungen (hochspekulative Derivate) anbietet, der Nachrichtenagentur Reuters.

    Libyen und Russland unter sinkenden Faktoren

    Negative Nachrichten aus Libyen haben die Ölpreise ebenfalls nach unten gedrückt. Medienberichten zufolge hatte Arabian Gulf Oil Co (Agoco) die Ölgewinnung nach monatelanger Blockade wieder aufgenommen – mit einer Tagesleistung von rund 200.000 Barrel.

    Zu schaffen machen auch Angaben der Dispatchingzentrale der russischen Energiewirtschaft. Demnach zog die Tagesförderung von Öl und Gaskondensat vom 1. bis 28. September in Russland um 0,6 Prozent auf 9,93 Millionen Barrel an. Im August lag die Zahl noch bei 9,87 Millionen Barrel.

    am/gs

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    Ölförderung, WTI, Brent, Ölpreise