03:47 27 Oktober 2020
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    Zur Förderung der einheimischen Tourismusbranche planen die Behörden von Singapur, im November ein Programm von Kreuzfahrten einzuleiten, bei denen die Schiffe auf hoher See fahren sollen, ohne jegliche Häfen anzulaufen. Dies geht aus einer Mitteilung des Tourismusrates von Singapur hervor.

    Demnach werden ab 6. November 2020 „sichere Kreuzfahrten mit verbesserten Sicherheitsprotokollen“ von zwei Kreuzfahrtgesellschaften aufgenommen, die ihren Heimathafen in Singapur haben.

    Dafür entwickle der Tourismusrat ein verbindliches Zertifizierungsprogramm, das strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen während der gesamten Reise festlege.

    „Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer lokalen Gemeinschaft sowie der Passagiere und Besatzungen haben weiterhin oberste Priorität. Vor diesem Hintergrund werden die Probekreuzfahrten Rundreisen ohne Anlaufhäfen darstellen, eine reduzierte Fahrgastkapazität von bis zu 50 Prozent haben und nur für Einwohner Singapurs zugänglich sein“, heißt es in der Mitteilung.

    Kreuzfahrtreedereien, die die Vorschriften nicht einhalten würden, sollten mit Strafen belegt werden, zu denen Geldbußen, das Aussetzen von Fahrten und der Entzug des Zertifikats gehören würden.

    ​Zuvor hatte die einheimische Fluggesellschaft Singapur Airlines den Bürgern des Landes angeboten, „ins Nirgendwo zu fliegen“: Die Flugzeuge starteten, befanden sich etwa drei Stunden in der Luft und kehrten dann in den Flughafen zurück. Ziel dieser Initiative war es, die von der Corona-Krise betroffene Fluggesellschaft zu unterstützen. Allerdings musste später das Unternehmen das Konzept angesichts der negativen Umweltauswirkungen solcher Flüge aufgeben.

    Der Tourismusrat von Singapur (Singapore Tourism Board, STB) ist eine Behörde des Ministeriums für Handel und Industrie der Regierung von Singapur, die für die Förderung der Tourismusindustrie verantwortlich ist.

    asch/sna/gs

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    Tags:
    Kreuzfahrtschiff, Covid-19, Coronavirus, Singapur