15:28 30 Oktober 2020
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    Der Aufsichtsrat der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft hat am Freitag zugestimmt, Darlehen in Höhe von bis zu 552 Millionen Euro bei den Gesellschaftern aufzunehmen. Das sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund.

    Die Coronavirus-Pandemie ist eine der Ursachen für diese Entscheidung. Bis es einen Impfstoff gegen die Seuche gebe, bleibe es eine schwierige Zeit für alle Flughäfen in Deutschland, zitiert die dpa den Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup.

    „Solange Corona das Reisen und den Flugverkehr bestimmt, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen erheblich.“

    Allerdings hatte das Unternehmen schon vor der Corona-Krise einen Bedarf von etwa 375 Millionen Euro für 2021 angemeldet, vor allem, weil dann noch Rechnungen für den neuen Hauptstadtflughafen BER zu begleichen sind.

    Für das nächste Jahr rechnet das Unternehmen dort mit etwa 18 Millionen Fluggästen. 2019 waren es an den Bestandsflughäfen Tegel und Schönefeld knapp 36 Millionen Passagiere. In diesem Jahr werden nur zehn Millionen erwartet.

    BER-Flugbetrieb

    Der neue Hauptstadtflughafen BER in Berlin-Schönefeld soll mit dem ersten regulären Flugzeugstart am 31. Oktober endgültig seinen normalen Betrieb aufnehmen. Der Stadtflughafen Tegel geht acht Tage später vom Netz.

    Die Inbetriebnahme des BER sollte eigentlich schon im Herbst 2011 erfolgen. Wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen platzten jedoch sechs Eröffnungstermine. Statt mehr als zwei Milliarden wurden etwa sechs Milliarden Euro für das Projekt ausgegeben.

    mo/sb/dpa

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