01:22 27 November 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    6716
    Abonnieren

    Laut einer Erklärung des Chefs des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF), Kirill Dmitriev, kann Russland bereits ab Dezember Lateinamerika mit seinem Corona-Impfstoff „Sputnik V“ beliefern.

    Den Lieferungstermin verkündete Dmitriev am Montag im Rahmen einer gemeinsamen Online-Konferenz des RDIF und des Bering-Bellingshausen-Instituts für die Erforschung Amerikas. Die Veranstaltung war dem Impfstoff „Sputnik V” und der russisch-lateinamerikanischen Zusammenarbeit gewidmet.

    Außerdem kündigte der RDIF-Chef die Unterzeichnung von Impfstoff-Lieferungsverträgen mit Argentinien und Peru an. Zuvor hatte der Fonds bereits mit mehreren Ländern die Zustellungen des Präparats vereinbart. Demnach soll Mexiko 32 Millionen Dosen bekommen, Brasilien – bis zu 50 Millionen Dosen. Nach Nepal und Usbekistan sollen je 25 Millionen und 35 Millionen Dosen gehen. Die größte Charge – 100 Millionen Dosen – soll Indien erhalten.

    „Sputnik V“

    Das russische Gesundheitsministerium hatte Anfang August den weltweit ersten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus registriert, der den Namen „Sputnik V“ erhielt. Er wurde vom Gamaleya-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie mit Unterstützung des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) entwickelt. Experten zufolge wiesen alle Freiwilligen bei den klinischen Studien hohe Antikörpertiter auf. Es seien keine schwerwiegenden Komplikationen festgestellt worden, hieß es.

    Der Impfstoff besteht aus zwei Komponenten, die in dreiwöchigem Abstand verabreicht werden. Die klinischen Tests des Serums gegen Sars-CoV-2 hatten am 7. September in Moskau begonnen. Am 9. September ließen sich die ersten Teilnehmer impfen. An der klinischen Studie nehmen insgesamt 40.000 Freiwillige teil, wobei 10.000 von ihnen ein Placebo verabreicht werden wird, um die Effizienz des Impfstoffes zu prüfen.

    Der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturow bezifferte das mögliche Produktionsvolumen des Impfstoffs auf 1,5 Millionen Dosen im Dezember und zwei bis 3,5 Millionen im Januar nächsten Jahres. Zunächst sollen die russischen Bürger mit dem Impfstoff versorgt werden – und erst anschließend soll das Vakzin auf den internationalen Markt gebracht werden. Laut Manturow werden derzeit Verträge mit ausländischen Partnern abgeschlossen, insbesondere mit Indien und Lateinamerika – sowie mit den Partnern von der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU).

    msch/mt/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    „Reichstagssturm 2.0“ - Jetzt spricht Elijah Tee zu den Vorwürfen
    „Überraschung für Russen“: USA verlegen Raketenwerfer von Ramstein ans Schwarze Meer
    Deutsch-russische Wasserstoffkooperation beschlossen
    Schweden erhöht Militärbudget: Was hat das mit Russland und mit pupsenden Heringen zu tun?
    Tags:
    Corona-Impfstoff, Südamerika, Lateinamerika, Russland