19:13 27 November 2020
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    In den vergangenen Jahren sind die Vereinigten Staaten das wichtigste Abnehmerland für deutsche Exporte geblieben. Dies ist den am Mittwoch veröffentlichten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zu entnehmen.

    Die gesamten deutschen Exporte nahmen dem Bericht zufolge von 2017 bis 2019 um 3,8 Prozent zu. Dabei stiegen die Ausfuhren von Waren „Made in Germany“ in die USA in demselben Zeitraum um sechs Prozent. Im vergangenen Jahr wurden Güter im Wert von 118,7 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten exportiert. Damit lag der Wert noch einmal höher als in den beiden Vorjahren.

    In den Jahren 2017, 2018 und 2019 wies Deutschland im Ländervergleich die höchsten Exportüberschüsse mit den Vereinigten Staaten aus. Laut der Wiesbadener Behörde heißt es, dass nicht nur mehr Waren dorthin exportiert worden seien als aus den USA importiert, die Differenz sei auch größer gewesen als bei jedem anderen Staat der Welt. 2019 lag der Exportüberschuss im Handel mit Waren bei 47,3 Milliarden Euro.

    Zwar stiegen auch die Einfuhren aus den USA. Das Importvolumen legte von 61,9 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 71,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr zu. Dies bedeutet ein Plus von 15 Prozent. Gleichzeitig ging der deutsche Außenbilanzüberschuss insgesamt in den vergangenen vier Jahren zurück – von 249 Milliarden Euro im Jahr 2016 auf 223 Milliarden Euro im Jahr 2019.

    US-Handelspolitik

    US-Präsident Donald Trump stört sich am hohen Handelsdefizit seines Landes und sieht die Vereinigten Staaten von der EU unfair behandelt. Das US-Handelsdefizit zu schmälern, war eines der Wahlversprechen Trumps 2016.

    Auch immer wieder drohte der US-Präsident mit Sonderzöllen gegen Autoimporte aus der Europäischen Union, was vor allem deutsche Hersteller treffen würde. Es war von Strafzöllen in Höhe von 25 oder auch 35 Prozent die Rede. Ein Ziel Trumps dabei ist mutmaßlich, durch die Drohungen bessere Handelsbedingungen herauszuschlagen.

    Tatsächlich eingeführt wurden höhere Zölle bislang aber nicht, obwohl Trump mehrmals Termine dazu genannt hatte. Begründet worden war das Vorhaben unter anderem damit, dass Trump durch Auto-Importe die nationale Sicherheit der USA potenziell gefährdet sieht.

    mo/sb

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