19:43 24 November 2020
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    38 Milliarden Kubikmeter Erdgas will der russische Energiekonzern Gazprom im Jahr 2025 über die Pipeline „Power of Siberia“ nach China liefern. Eine Erhöhung auf 44 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ist im Gespräch. Ein Zusatzabschnitt soll zur Mengenerhöhung beitragen – die Bauarbeiten haben begonnen.

    Bei dem Zusatzabschnitt handelt es sich um die sogenannte zweite Etappe der Gaspipeline „Power of Siberia“. So soll eine Leitung vom Gasfeld Kowykta zur Lagerstätte Tschajanda in Russlands Fernem Osten verlegt werden. Die Bau- und Montagearbeiten an diesem Abschnitt haben im September begonnen, teilt das Konzernmagazin „Gazprom Invest“ aktuell mit.

    „Rund 2000 Spezialisten und an die 1000 Spezialfahrzeuge und -geräte sind mobilisiert worden“, schreibt die Zeitschrift.

    Die Bauarbeiten finden in unwegsamem Gelände fernab befestigter Straßen statt. Im Moment werde die Technik an den Einsatzort verlegt, Rohre würden verschweißt. Parallel dazu seien am geraden Abschnitt der Leitung inzwischen über zehn Kilometer Rohre verlegt worden. Die Arbeiten liegen nach Unternehmensangaben über dem Zeitplan.

    Die Pipeline „Power of Siberia“ ist im Dezember 2019 in Betrieb genommen worden: Über den Abschnitt von der Lagerstätte Tschajanda bis Blagoweschtschensk an der russisch-chinesischen Grenze wird bereits Erdgas geliefert.

    Gazprom plant in diesem Jahr insgesamt fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas über die „Kraft Sibiriens“ nach China zu liefern, im Jahr 2021 sollen es zehn Milliarden Kubikmeter und im Jahr darauf fünfzehn Milliarden Kubikmeter werden.

    2025 soll die Gaspipeline die geplante Gesamtleistung von 38 Milliarden Kubikmetern erreichen. Eine Erhöhung der Kapazität auf 44 Milliarden Kubikmeter ist derzeit im Gespräch. Der Zusatzabschnitt vom Gasfeld Kowykta zur Lagerstätte Tschajanda soll 2022 an die bereits bestehende Leitung angeschlossen werden und somit zur Erhöhung der Liefermenge beitragen.

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    Tags:
    Russland, Gazprom, Gaspipeline, China, Kraft Sibiriens