12:20 02 Dezember 2020
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    Beschäftigte in Minijobs gehören laut der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu den größten Verlierern der Corona-Krise.

    Die Zahl der geringfügig Beschäftigten lag im Juni 2020 um 850.000 oder zwölf Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, so die Studie. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs soll im gleichen Zeitraum nur um 0,2 Prozent zurückgegangen sein.

    „Gerade in einer Rezession wie derzeit werden Minijobberinnen und Minijobber schnell vor die Tür gesetzt“, sagte der Wissenschaftler Markus Grabka.

    Diese Kategorie der Beschäftigten habe keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, was zu einer schnelleren Entlassung führe. So habe die Hälfte der Menschen, die letztes Jahr einen Minijob ausgeübt habe, im Frühjahr 2020 gar keine bezahlte Arbeit mehr gehabt.

    „Der Bereich der geringfügigen Beschäftigung ist in den vergangenen Jahren sehr groß geworden, und gleichzeitig hat sich oftmals die Hoffnung, Minijobs könnten eine Brücke in normale sozialversicherungspflichtige Jobs sein, nicht erfüllt“, erklärte der Wissenschaftler.

    Laut Grabka braucht man auch unabhängig von der Corona-Krise eine Reform der Minijobs.

    Euro-Geldscheine (Symbolbild)
    © Sputnik / Witalij Timkiw (SYMBOLFOTO)

    Anstieg der Mini-Jobber

    Von 2003 bis 2019 sei die Zahl der 450-Euro-Kräfte um 43 Prozent auf 7,6 Millionen gestiegen. Das entsprach fast einem Fünftel (19 Prozent) aller Arbeitnehmer.

    Dem DIW-Vorschlag zufolge sollte die Minijob-Schwelle von 450 auf 300 Euro im Monat abgesenkt werden. Möglichst viele Tätigkeiten sollten auch in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse überführt werden. Zudem sollten Nebenjobs nicht mehr von den Sozialabgaben befreit werden.

    aa/mt/dpa

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    Tags:
    Studie, Reform, Verlierer, Arbeitslosigkeit, Pandemie, Deutschland, Minijobber