19:23 24 November 2020
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    Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium hat am Donnerstag in Kiel auf seiner offiziellen Webseite die amtliche Feststellung der Geflügelpest in einer deutschen Nutztierhaltung bekanntgegeben.

    Die Tierseuche des Subtyps H5N8 wurde demzufolge in einer Geflügelhaltung im Kreis Nordfriesland nachgewiesen. Der betroffene Hühnerhof auf der Hallig Oland besteht aus 57 Vögeln, acht von denen innerhalb kurzer Zeit verstarben. Um den Ausbruchsbetrieb wurde ein Sperrbezirk von mindestens drei und ein Beobachtungsgebiet von mindestens zehn Kilometern eingerichtet.

    Dementsprechend umfasst der Sperrbezirk die Hallig Oland und das Beobachtungsgebiet unter anderem Teile der Hallig Langeneß, der Insel Föhr und küstenanliegende Gemeinden des Festlandes. In diesen Zonen gelten bestimmte rechtlich vorgegebene Regelungen für Geflügelhaltungen. So darf lebendes Geflügel nicht weiter transportiert werden.

    Zuvor gab es laut dem Amt Geflügelpest-Nachweise bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie in den Niederlanden. Seit Ende Juli 2020 wird demnach aus Russland und Kasachstan eine Serie von Ausbrüchen bei Geflügel und Wildvögeln gemeldet. Die betroffenen Regionen liegen auf der Route von migrierenden Wasservögeln, die im Herbst nach Europa ziehen.

    Die vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem nationalen Referenzlabor für Aviäre Influenza, nachgewiesenen Erreger-Subtypen umfassen dem Statement zufolge den derzeit dominierenden H5N8 und in einem Fall auch H5N5. Beide Subtypen zirkulieren derzeit parallel in der Wildvogelpopulation. Das FLI machte deutlich, dass die derzeit festgestellten Virustypen H5N8 und H5N5 bisher nicht beim Menschen nachgewiesen worden seien.

    Geflügelpest

    Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Sie kann bei Hausgeflügel mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen verlaufen.

    Zuletzt hatte es einen Geflügelpest-Ausbruch in einer Hausgeflügelhaltung in Schleswig-Holstein im März 2018 gegeben. Die Geflügelpest-Epidemie von November 2016 bis Frühjahr 2017 war die schlimmste Tierseuchenwelle dieser Art in Deutschland seit Jahrzehnten. Über 900.000 Tiere mussten bundesweit gekeult werden, allein in Schleswig-Holstein etwa 65.000.

    mo/mt

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