04:26 25 November 2020
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    Die Europäische Zentralbank dürfte wegen der zweiten Corona-Welle auf eine zusätzliche Lockerung ihrer schon sehr lockeren Geldpolitik zusteuern. Dazu äußerte sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag vor einem Ausschuss des EU-Parlaments.

    Lagarde sagte, dass die Notenbank bei der nächsten Zinssitzung am 10. Dezember ihre Instrumente auf Basis aktueller Informationen anpassen werde.

    Die EZB-Präsidentin wurde jedoch etwas deutlicher als noch vor wenigen Wochen. Auf die erste Corona-Welle im Frühjahr habe die Notenbank schnell und kraftvoll reagiert. Dieses Vorgehen sei sehr erfolgreich gewesen. 

    Mit Ansatz und Entschlossenheit 

    „Wir werden die aktuelle Phase der Krise mit demselben Ansatz und derselben Entschlossenheit angehen“, so Lagarde.

    Der Euro fiel nach den Bemerkungen auf ein Tagestief zum US-Dollar. Mit Blick auf die zu erwartenden Schritte stünden ihr zufolge grundsätzlich alle Optionen zur Verfügung. Allerdings seien die milliardenschweren Corona-Wertpapierkäufe (PEPP) und die langfristigen Billigkredite für die Banken (TLTRO) im aktuellen Umfeld wirksam gewesen. Sie könnten „dynamisch“ angepasst werden, sagte Lagarde.

    „Sie dürften daher die wichtigsten Instrumente zur Anpassung unserer Geldpolitik bleiben.“

    Das Corona-Wertpapierkaufprogramm der EZB hat gegenwärtig ein Volumen von 1,35 Billionen Euro, das bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Hinzu kommen extrem günstige Langfristkredite, mit denen die EZB die Geschäftsbanken in mehreren Runden versorgt hat. Nach derzeitiger Planung stehen noch zwei weitere Geldspritzen dieser Art an.

    ak/dpa/sb

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    Tags:
    EU-Parlament, Politik, Geld, Lockerung, Europäische Zentralbank (EZB), Christine Lagarde