11:15 27 November 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    12067
    Abonnieren

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Einigung der großen Koalition begrüßt, gesetzlich Frauen in Führungspositionen zu fördern.

    Es sei heute nicht mehr vermittelbar, dass es Vorstände gebe, in denen keine Frau vertreten sei, sagte Altmaier dem Deutschlandfunk. In vielen Bereichen seien Frauen und Männer immer noch nicht gleichgestellt. Umso wichtiger seien hier die Schritte der Koalition. In staatlichen Stellen, Ministerien und Behörden, sollten „diese Fragen der Gleichstellung“ in einigen Jahren gelöst sein, so der CDU-Politiker. Altmaier hatte zuvor lange Zeit eine  Frauenquote für Vorstände kritisiert.

    Kleiner Schritt mit hoher Signalwirkung

    Neben Altmaier unterstützte auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, die Schritte der großen Koalition, die zur Gleichstellung und Chancengleichheit in Deutschland führen würden, so Fratzscher gegenüber dem „Handelsblatt“.

    „Zwar ist dies nur ein kleiner Schritt, dieser ist jedoch von hoher Signalwirkung, da er große Unternehmen zwingt, deutlich mehr als bisher für die Gleichstellung und Chancengleichheit zu tun“, betonte Fratzscher.

    Ihm zufolge werden davon auch die Unternehmen profitieren, „denn viele Studien zeigen, dass diverse Vorstände erfolgreicher sein können, vor allem um die wichtige Transformation der deutschen Wirtschaft voranzubringen“, sagte der DIW-Präsident abschließend.

    Einigung auf Frauenquote

    Die schwarz-rote Koalition hat sich am Freitag grundsätzlich auf eine verbindliche Frauenquote in Vorständen geeinigt. In Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern müsse demnach künftig ein Mitglied eine Frau sein, so Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Der Kompromiss soll in der kommenden Woche den Koalitionsspitzen zur abschließenden Entscheidung vorgelegt werden.

    Anschließend werde die Ressortabstimmung und die Länder- und Verbändebeteiligung eingeleitet, so dass der Kabinettsbeschluss zeitnah erfolgen könne, teilte Lambrecht weiter mit. Die Quote ist ein wesentlicher Punkt im sogenannten Führungspositionen-Gesetz - damit soll es erstmals verbindliche Vorgaben für mehr Frauen in Vorständen geben.

    aa/mt/rtr

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Rohrlegeschiff „Akademik Cherskiy“ verlässt Mukran – nun auf dem Weg nach Kaliningrad
    Norwegen begeistert von Russlands ökologischem „Weihnachtsgeschenk“
    US-Aufseher: Deutsche Bank soll sich aus Russlandgeschäft zurückziehen
    Tags:
    Einigung, Koalition, Vorstand, Unterstützung, Peter Altmaier, Frauenquote