17:21 22 Oktober 2017
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    Russische Wissenschaftler ermittelten Eigenschaften eines Gesteinstückes von der Kehrseite des Mondes

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    MOSKAU, 27. Mai (RIA Nowosti). Die Eigenschaften eines Stückchens Mondgestein von der Kehrseite des natürlichen Erdsatelliten hat eine Gruppe von Wissenschaftlern von der Universität Sankt Petersburg und anderer Forschungseinrichtungen ermittelt. Darüber schreibt die Tageszeitung „Moskowskaja Prawda".

    Das Gesteinsstück mit der Bezeichnung Dhofar 025, das eine Masse von 751 Gramm hat, war vor fünf Jahren in einer Wüste der Arabischen Halbinsel aufgefunden worden. Zum Schlüssel für die Lüftung des Geheimnisses wurde ein mikroskopisch kleiner Zirkon in der Struktur des „Mondsteines".

    Die Wissenschaftler haben die Isotopen-Zusammensetzung des Minerals untersucht. Beim Vergleich der gewonnenen Angaben mit den bekannten und bereits zurückdatierten Erd- und Mondgesteinsproben gelangten die Forscher zu dem Schluss, dass der Zirkon wie auch die früher untersuchten Stücke des Mondgrundes 4,3 bis 4,4 Milliarden Jahre alt sind. Vor etwa zwei Milliarden Jahren hat sich die Zusammensetzung des Minerals verändert. Das könnte die Folge eines Meteoritenschlages gewesen sein, wobei sich der Stein von der Mondoberfläche getrennt hat, schreibt die Zeitung.

    Es handelt sich höchstwahrscheinlich nicht um das in der Wissenschaft gut bekannte Meteoritenbombardement, dem der sichtbare Teil des Mondes vor 3,9 Milliarden Jahren ausgesetzt war. Nach Meinung der Forscher stammt das Stück des Mondgesteins eher von der Rückseite des Erdsatelliten.

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