23:55 19 Oktober 2017
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    Russische Wissenschaftler um Wiederherstellung des biologischen Gleichgewichts im Asowschen Meer bemüht

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Nowosti). Im Asowschen Meer haben sich in den zurückliegenden etwa 15 Jahren Organismen rasch vermehrt, die aus fernen Meeren stammen. Einer davon ist die Rippenqualle Mnemiopsis, die das biologische Gleichgewicht des Gewässers ernstlich bedroht.

    Wie die stellvertretende Direktorin des Forschungsinstituts für Fischereiwirtschaft Asow, Dr. sc. biol. Irina Kornakowa, gegenüber der Zeitung „Gudok" erläuterte, frisst dieses äußerlich harmlose gallertartige Wesen buchstäblich alle Organismen auf, die in der oberen Wasserschicht leben: Fischeier und -larven, Plankton und sogar kleinste Wirbellose. Allein die Verluste beim Fischfang belaufen sich in letzter Zeit wertmäßig auf 300 bis 350 Millionen Dollar im Jahr.

    Die russischen Biologen haben sich zum Ziel gesetzt, die Rippenqualle Mnemiopsis mit Hilfe ihres natürlichen Feindes - der Meduse Beroe - zu bekämpfen. Dazu musste die Zeit der Massenentwicklung der Rippenquallen künstlich auf die Vermehrungszeit der Meduse Beroe abgestimmt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Biotechnologie zur Zucht der Meduse Beroe entwickelt.

    Die Anstrengungen der Mitarbeiter des Forschungsinstituts verliefen erfolgreich. Die Arbeit der Wissenschaftler wurde beim fünften Internationalen Innovations-Forum in Moskau mit einer der höchsten Auszeichnungen gewürdigt.

    Die Biotechnologie, die die biologische Kontrolle über die Entwicklung der Populationen exotischer Lebewesen ermöglicht, hat nicht nur in den Anrainerstaaten des Asowschen und des Schwarzen Meeres, sondern auch in anderen Ländern Interesse erweckt.

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