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    Treten die USA aus dem ISS-Programm aus, wird Russland die Station unter Einsatz eines neuen Raumschiffs weiter entwickeln können

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    MOSKAU, 07. Juni /RIA Nowosti/. Im Falle des Austritts der USA aus dem ISS-Programm wird Russland die Station unter Einsatz des neuen Raumschiffs Kliper, an dem jetzt gearbeitet wird, weiter entwickeln können, teilte Alexander Medwedtschikow, stellvertretender Chef der Russischen Weltraumagentur /Roskosmos/ mit.

    „Wie Sie wissen dürften, schauen wir ebenfalls voraus. In Russland wird das neue wieder verwendbare Raumschiff Kliper entwickelt, darum werden wir auf einen möglichen Austritt der USA aus dem ISS-Programm gefasst sein", sagte er während eines Internet-Briefings.

    Zugleich stellte Medwedschikow fest, dass per heute keinerlei offizielle Erklärungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten bzw. des früheren und des heutigen Leiters der NASA über die Aufhebung der Teilname am ISS-Programm vorliegen.

    „Das Problem besteht, soweit ich mir vorstellen kann, in etwas anderem - die Vereinigten Staaten wollen ihren Shuttle nicht endlos einsetzen, denn das ist zu kostspielig. Dazu noch sind diese Raumschiffe ziemlich alt. Soweit wir informiert sind, hat die amerikanische Seite vor, ein anderes Raumschiff zu bauen. Ich weiß nicht, ob es sich für Flüge zur ISS eignen wird oder für andere Zwecke vorgesehen ist, wir hoffen aber, dass alles durchdacht und ausgewogen sein wird", resümierte der stellvertretende Chef von Roskosmos.

    Er erklärte auch noch, dass es nötigenfalls möglich sei, das russische Projekt für Starts der wieder verwendbaren Raumschiffe Buran ins Leben zurück zu rufen.

    „Meines Erachtens ist dieses System erheblich besser als Shuttle, weil Shuttle nur gekoppelt mit einem konkreten Träger arbeiten kann. Die Ideologie des Projekts Energija-Buran ist aber viel praktischer - sowohl die Trägerrakete Energija als auch das wieder verwendbare Raumschiff Buran werden sozusagen ihr eigener Herr sein", fuhr Medwedtschikow fort.

    Laut ihm war Buran einfach seiner Zeit voraus.

    "Wir haben dieses System zu früh entwickelt. Es war seiner Zeit voraus, weil damals einfach keine derart umfassenden Aufgaben gestellt worden waren, die mit Hilfe eines solchen Systems hätten gelöst werden können", fügte er hinzu.

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