18:00 19 Januar 2017
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    Grenze zwischen Wärme- und Kältezone verschiebt sich ins Moskauer Gebiet

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    MOSKAU, 08. Juni (RIA Nowosti). Ende des 20. Jahrhunderts wurde die wärmste Periode in der Geschichte der Zivilisation registriert. In den letzten 20 Jahren erwärmte sich die Erde im Durchschnitt um 0,2°C. Die Veränderungen in der Zirkulation der Meeresströmungen und die Verschiebung der energetischen Zonen des Planeten führten zu Veränderungen in der Zirkulation der Atmosphäre, was seinerseits das Klima ganzer Regionen des Planeten beeinflusste, schreibt der Professor des Moskauer Energieinstituts und Staatspreisträger Igor Kopylow in der Wissenschaftsbeilage der „Nesawissimaja Gazeta".

    Die globalen energetischen Veränderungen, behauptet der Wissenschaftler, können mit der Zunahme der Sonnenaktivität und der Abbremsung des Planeten durch einen Übergangsprozess und die Verschiebung der Wärme- und Kältezonen der Erde erklärt werden. Der gegenwärtige galaktische Übergangszyklus setzte Anfang des 20. Jahrhunderts ein und dauert schon 100 Jahre an.

    Das ewige Eis des Kilimandscharo, wo die großen Flüsse von Afrika ihren Anfang nehmen, könnte schon demnächst schmelzen. Was dann mit der Fauna und der afrikanischen Bevölkerung passiert, ist niemandem klar. Das gleiche Schicksal erwartet die großen Flüsse Zentralasiens wie den Amu-Darja und den Syr-Darja: die Gletscher der zentralasiatischen Berghöhen gehen ebenfalls zurück, wobei sie Erdrutsche auslösen. Das Gleiche passiert im Kaukasus.

    Der Wissenschaftler meint, dass Veränderungen in der Bewegung der Taifune zu den Trockenperioden in der Region Chabarowsk und im Fernen Osten geführt haben. Zugleich verringerten sich die Niederschlagsmengen, was Defizite beim Trinkwasser in Primorje zur Folge hatte. Die Verschiebung von Warm- und Kaltzonen wird sich auch im Nordosten des europäischen Teils Russlands bemerkbar machen. Auf ihn bewegte sich eine Kaltzone zu, so dass die Grenze zwischen Warm- und Kaltzone in der Mitte des 21. Jahrhunderts durch das Moskauer Gebiet verlaufen wird.

    Im Gebiet von Workuta wurde schon ein Vordringen des Dauerfrostbodens nach Süden beobachtet, während er in Westsibirien nach Norden zurückweicht. Wenn die Abkühlung im Nordosten Europas die mittlere Jahrestemperatur gegen Mitte des 21. Jahrhunderts um 1 - 1,5 ° verringert, so wird die Erwärmung in Westsibirien viel größer ausfallen.

    Die globalen Klimaveränderungen sind nach Auffassung des Wissenschaftlers keine zeitweilige Erscheinung, und das muss in den Entwicklungsplänen Russlands und seiner Regionen berücksichtigt werden.

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