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    ESA wird sich an der Entwicklung der russischen Raumfähre „Clipper" beteiligen

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    LE BOURGET (Frankreich), 14. Juni (RIA Nowosti). Die Europäische Weltraumbehörde (ESA) sich wird an der Entwicklung des russischen mehrfach verwendbaren bemannten Raumschiffes „Clipper" beteiligen. Das teilte Anatoli Perminow, Leiter der Russischen Weltraumagentur (Roskosmos), auf eine Frage der RIA Nowosti auf der Luft- und Raumfahrtausstellung in Le Bourget mit.

    „Die ESA prüft den Vorschlag zur Herstellung eines konkreten Teils für dieses Raumschiff", sagte er. Ihm zufolge haben die ESA und Roskosmos einen Plan für die gemeinsame Entwicklung und Bau von „Clipper" vorläufig abgestimmt.

    Am Roskosmos-Stand in Le Bourget zeigt Russland ein Modell dieses neuen Raumschiffes im Maßstab von 1:5.

    Wie in einer früheren Mitteilung von Roskosmos betont wurde, ermögliche der internationalen Status dieses Projektes den ersten Flug des neuen bemannten Raumschiffes spätestens 2011.

    „Dieses Raumschiff wird im Rahmen der Internationalen Raumstation und in Projekten zur Mond- und der Marserschließung eingesetzt. Das Gemeinschaftsprojekt ‚Clipper' kann die langfristige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der bemannten Weltraumfahrt sichern. Dieses Raumschiff, das sich sowohl vom russischen als auch vom europäischen Raumbahnhof starten lässt, kann ein Schlüsselelement bei der Erforschung der Planeten unseres Sonnensystems werden", sagte der Roskosmos-Leiter.

    Perminow teilte der RIA Nowosti außerdem mit, dass die ESA Russland bei der Fertigstellung des Labormoduls FGB-2 (FGB - Funktions- und Ladeblock) für die Internationale Raumstation helfen könne.

    „Voraussichtlich beteiligt sich die ESA auch an der Finanzierung der Ausrüstung des Moduls FGB-2, das im Rahmen der ISS gestartet und in Betrieb genommen wird", betonte er.

    Zur Zeit ist das FGB-2, ein Analogon des Moduls FGB-1, das auf der ISA funktioniert und im Chrunitschew-Zentrum entwickelt worden war, zu ungefähr 70 Prozent fertig. Aber wegen Finanzmangels gelang es Russland seit Jahren nicht, dieses Modul fertig zu bauen.

    Früher wurden verschiedene Pläne für die Anwendung des Funktions- und Ladeblocks vorgeschlagen: von der Verwandlung des Moduls in das erste private „kosmische Hotel" für Millionäre in den Flitterwochen, bis zur Schaffung der Grundlage für die eigene russische Weltraumstation anstatt der im Stillen Ozean versenkten Station Mir.

    Nach Worten des offiziellen Roskosmos-Vertreters, Wjatscheslaw Dawidenko, „stehen der Führung von Roskosmos auch Treffen mit den Leitern der Weltraumbehörden Frankreichs, der USA, Deutschlands, Italiens, Großbritanniens, Chinas, Japans und Brasiliens im Rahmen bilateraler Verhandlungen bevor. Und am 16. Juni werden die Leiter der Weltraumagenturen an einem Rundtischgespräch im Rahmen der siebenten Europäischen interparlamentarischen Konferenz zum Kosmos teilnehmen".

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