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    Forschungsschiff „Akademik Lawrentjew" läuft in den Pazifik aus

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    WLADIWOSTOK, 17. Juni (RIA Nowosti). Das Forschungsschiff „Akademik Lawrentjew" läuft am Samstag von Wladiwostok zu einer langen Ozeanexpedition aus.

    Wie Valentina Schejkina, Pressesprecherin der Fernöstlichen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, der RIA Nowosti mitteilte, werde die Expedition, die aus zwei Etappen bestehe, fast fünf Monate dauern.

    In der ersten Etappe werden die Wissenschaftler gründliche Untersuchungen des nordöstlichen Schelfs von Sachalin vornehmen und klären, wie die maritime Gewinnung von Erdöl und Erdgas die einzigartige Population der Grauwale beeinflusst, von denen es nach den jüngsten Angaben noch 130 gibt.

    Wie Anatoli Bozula, Leiter der Abteilung Expeditionsforschungen des Pazifischen ozeanologischen Instituts der Fernöstlichen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, sagte, können diese seltenen Wale unter dem Einfluss der Erdölförderung am Schelf von Sachalin verschwinden.

    In der zweiten Etappe der Expedition sind Forschungen im Wassergebiet der Ostkurilen im Rahmen eines Forschungsprogramms zu Erdbeben und Tsunamis vorgesehen. Übrigens hat diese Gegend viel Ähnlichkeit mit den erdbebengefährdeten Gebieten der indonesischen Insel Sumatra.

    „In diesem Jahr steht der ‚Akademik Lawrentjew' noch eine Fahrt in das Japanische Meer bevor, wo die im Frühjahr aufgenommenen ozeanographischen Forschungen fortgesetzt werden sollen", sagte Bozul.

    Zwei weitere hydrobiologische Expeditionen - im Japanischen Meer und im Ochotskischen Meer - werden an Bord des Forschungsschiffes „Lugowoje" unternommen. Eine Expedition wird sich mit der „Professor Kirejew" in die Arktis begeben. In hohen Breiten werden Wissenschaftler einen Komplex von ökologisch-ozeanographischen Untersuchungen durchführen.

    Geplant ist auch eine russisch-japanische See-Expedition zu der Stelle, wo das Wasser des Amur in die Küstengewässer des Japanischen Meeres einfließt. Die Wissenschaftler beunruhige das Niveau der Verschmutzungen, die die starke Strömung des Flusses mitbringt, sagte Anatoli Bozul.

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