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    Russland entwickelt ein neues wiederverwendbares Raumschiff

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    MOSKAU, 21. Juni (RIA Nowosti). Der Bau des russischen wiederverwendbaren Raumschiffs Clipper ist aus der Sicht der Raumfahrtbehörde Roskosmos eines der aussichtsreichsten Kooperationsprojekte mit Europa, erklärte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow.

    „Die Europäische Raumfahrtorganisation hat dieses Projekt unterstützt und will Raumagenturen anderer Staaten einschalten. Die Clipper, die sowohl von einem russischen als auch von einem europäischen Startplatz starten wird, kann zu einem Schlüsselelement bei der Erforschung der Planeten unseres Sonnensystems werden", äußerte Perminow am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Moskau.

    „Das Hauptziel des Baus des sechssitzigen Clipper-Raumschiffes besteht aus wirtschaftlicher Sicht darin, die Selbstkosten des Raumflugs abzubauen", sagte der neue Chef der Raketenbaukorporation Energia, Nikolai Sewastjanow. Die Clipper-Flüge würden ihm zufolge weniger als Flüge mit den russischen Sojus-Raumschiffen kosten, geschweige denn mit den amerikanischen Space Shuttles.

    Als Trägerrakete für das neue Raumschiff werde sehr wahrscheinlich die modernisierte Sojus-2 gewählt werden, sagte Sewastjanow. Mit dieser Rakete könnten die Clipper von den russischen Kosmodromen Baikonur (in Kasachstan) und Plessezk (Nordrussland), künftig aber auch vom Startplatz Kourou in Französisch-Guiana starten. Eine endgültige Entscheidung über die Trägerrakete für Clipper werde jedoch nach einer sorgfältigen Untersuchung aller Details des Projektes getroffen werden, hieß es.

    Wie Wladimir Danejew, einer der Clipper-Konstrukteure, der RIA Nowosti mitteilte, seien das Design und viele technische Details des Schiffes bereits bekannt.

    „Zu 99 Prozent ist wahrscheinlich, dass die Flügel der Clipper nach oben gepfeilt werden. Das würde ihre Landung auf jedem beliebigen militärischen Flugplatz der Klasse eins möglich machen, der über eine drei bis 3,5 Kilometer lange Start- und Landebahn verfügt", informierte er.

    Zu ihrem ersten unbemannten Testflug wird sich die Clipper voraussichtlich 2011 begeben. „Es wird mindestens zwei unbemannte Testflüge geben, denen 2012 ein bemannter folgen wird", sagte Danejew.

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