00:14 19 Oktober 2017
SNA Radio
    Wissen

    Fehlstart von Kosmos-1: Untersuchungskommission gebildet

    Wissen
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 22. Juni (RIA Nowosti). Nach dem Fehlstart des Erdsatelliten Kosmos-1 in der Nacht zum Dienstag ist eine Untersuchungskommission gebildet worden, die bereits die Ermittlungen aufnahm, erfuhr RIA Nowosti aus einer Quelle im Stab der Nordflotte.

    "Erste Schlussfolgerungen werden in den nächsten Stunden erwartet", hieß es.

    Momentan werde nach der Trägerrakete Wolna gesucht, die den Satelliten ins Weltall bringen sollte.

    Die Wolna-Rakete mit dem einzigartigen Weltraumsegler Kosmos-1 an Bord war um 23.46 Uhr Moskauer Zeit von einem russischen Atom-U-Boot in der Barentssee aus gestartet worden. Aber zum vorausberechneten Zeitpunkt wurde der Satellit nicht auf die Umlaufbahn gebracht, so die Quelle. "Nach 83 Flugsekunden fiel das Triebwerk der Rakete aus, der Satellit erreichte die Umlaufbahn nicht".

    Die amerikanischen Leiter des Projekts Kosmos-1 ließen inzwischen wissen, dass zwei Ortungsstationen ein schwaches Signal des Weltraumgerätes empfangen hätten.

    Stationen im russischen Petropawlowsk-Kamtschatski und eine mobile Station in Majuro auf den Marschall-Inseln empfingen etwas, "was wir als Signale des Weltraumapparats identifizieren", heißt es in einer offiziellen Erklärung der amerikanischen Planetary Society, die am Projekt Kosmos-1 beteiligt ist.

    Mit dem Start von Kosmos-1 wurde erstmals versucht, das Konzept eines "Weltraumseglers" umzusetzen, mit dem man sich im All mit Hilfe der Sonnenstrahlung bewegen kann.