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    Ausgebrannte Teile der Molnija-M und des Fernmeldesatelliten gefunden

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    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti). Im Gebiet Tjumen in Sibirien wurden ausgebrannte Teile der Trägerrakete Molnija-M und des militärischen Fernmeldesatelliten gefunden, die nach dem Start vom Kosmodrom Plessezk am 21. Juni abgestürzt sind. Das teilte die Pressestelle der russischen Kosmosstreitkräfte mit.

    Die Hauptbauteile der Trägerrakete und des kosmischen Apparates brannten beim Eintritt in die dichte Atmosphäre aus, heißt es in der Mitteilung der Pressestelle.

    Ein finanzieller Schaden ist durch den misslungenen Start nicht zu verzeichnen, erklärte der russische Verteidigungsminister, Sergej Iwanow, gegenüber Journalisten.

    Alle Starts, wie auch dieser, sind versichert, stellte er fest. „Eine andere Angelegenheit ist, dass der Apparat, der mit der Trägerrakete ins All startete, neu produziert werden muss", sagte Iwanow.

    Wie der Leiter der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Anatoli Perminow, schon zuvor mitgeteilt hatte, verursachte entweder das Versagen des Antriebs der dritten Stufe oder die Nichtbefolgung des Kommandos zur Trennung der zweiten von der dritten Antriebsstufe die Havarie.

    Dem Chef von Roskosmos zufolge wurde die Trägerrakete im vergangenen Jahr hergestellt. Die Havarie wurde am 21. Juni in der 298 Flugsekunde fixiert, so Perminow.

    „Es kann mit Bestimmtheit gesagt werden, dass die Rakete in dem Gebiet abgestürzt ist, in welchem die ausgebrannten Antriebsstufen der Trägerrakete gewöhnlich planmäßig niedergehen", stellte er fest.

    Anatoli Perminow unterstrich, dass die Gefahr einer Verunreinigung der Umwelt nicht besteht, weil der genannte Trägertyp mit ökologisch verträglichen Brennstoffen wie Kerosin und flüssigem Sauerstoff betrieben wird.

    Er sagte, dass eine ressortübergreifende Unfallkommission einberufen wurde, der Vertreter der für die Raketenstarts zuständigen Kosmischen Streitkräfte Russlands und von Roskosmos angehören.

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